Penis

Kleiner Penis, große Frage: Was kostet er seinen Träger?

Veröffentlicht: Mittwoch, 19. Juni 2013

Seit Freitag habe ich endgültig Angst, jemals wieder in Clubs zu gehen. Weil ich keine Lust habe, allein an der Bar zu stehen und nicht angesprochen zu werden. Weil nämlich eins zum anderen kommen, und der eine zum anderen sagt könnte: „Spaß beiseite, sprich den nicht an. Später bringt der sich um! Der ist frustriert!“

Weil eine Nacht ohne Telefonnummer zumindest der soziale Tod wäre, entschied ich mich, das Wochenende zuhause zu verbringen und nachzudenken. Denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich für die Welt bereits gefühlt tot bin. Täglich fragt mich irgendjemand sowas wie „Brauchst du Hilfe, Brad?“ Oder: „Brauchst du ‘nen Drink Brad?“ Der Grund: die Tränendrüse torpedierende Texte wie

Dabei bin ich gar nicht lebensmüde. Nur will eben keiner wissen, dass ich am Freitag vor dem großen Regen feucht-fröhlich mit Debby im Gras gesessen und einen Gugelhupf gegessen habe. Warum auch? Es gibt nichts Ermüdenderes als über Perfektion zu lesen. Ohne Reibung entsteht eben kein Höhepunkt – weder beim Schreiben, noch im Leben, schon gar nicht in der Liebe. Und wegen ‘nem Typ ins Gras beißen, wenn der Gugelhupf viel besser schmeckt? Dafür will ich dann doch noch zu viel – von der Liebe und vom Leben.

Richtig ist, dass meine Texte zuletzt eher sad als sexy waren. Gemessen an den der Zahl der Leser-Mails wohl inspirierend, gemessen am Erotik-Faktor dafür wenig stimulierend. Weil aber jeder zu erwarten scheint, dass es auf BradSticks wenigstens Richtung Wochenende ein wenig heiß her geht, habe ich mir seit langer Zeit mal wieder eine Gastautorin geholt. Eine, die dem Sexy-Thing viel näher steht als ich. Der Grund: zehn Jahre jünger… I hate her!

Den fabulösen Penis-Text der fabelhaften Laura Koblischek möchte ich euch auf keinen Fall vorenthalten. Handelt übrigens nicht von Perfektion. Ich wäre beim Lesen heute Mittag beinahe in die Alster gefallen vor Lachen. Und sie so: „Ja, ich schreibe gelegentlich kleine Kolumnen über Dinge, die ich so sehe.“ Mit diesem Statement also „Blog frei“ für die Frage, was der große Nachteil an einem kleinen Penis ist. War mir übrigens einen Melonen-Milchshake für 1,40 Euro wert.

TYPISCH!

Männer haben ja oftmals den Hang zum Übertreiben. Schneiden sie sich in den Finger, verbluten sie jeden Moment. Bahnt sich nur ein leichtes Kratzen im Hals an, geht die Welt unter. Dass Männer auch übertreiben, was die Zentimeterzahl ihres besten Stückes betrifft, ist nicht nur ein Klischee aus High-School-Teenie-Filmen.

Neulich also in einer Discothek. Ich stehe vor der Toilette und warte. Vielleicht war mein Outfit unglücklich gewählt, so dass mich der junge Man wohl mit der Klofrau verwechselt, die für jeden Toilettengang Geld einfordert. Also, ich mache mir einen Spaß und sage: “Kleiner Penis 50 Cent, großer Penis ein Euro.”

Der junge Mann kramt hektisch und sichtlich nervös, nun das passende Geldstück für SEINE Größe in den Behälter zu werfen, in seinen Hosentaschen. Dabei bemerke ich, dass sich sehr wohl Geldstücke von zehn Cent bis zwei Euro darin befinden. Es scheint, als sei die Zufriedenheit als Ausdruck in seinem Gesicht festgetackert, als er völlig von sich überzeugt ein zwei Euro Stück in das Gefäß der Putzfrau wirft.

An diesem Abend war nicht nur die Klofrau um zwei Euro reicher, sonder auch ich um eine Erkenntnis: Wer einen kleinen Penis hat, muss tief in den Geldbeutel greifen.

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Wir arbeiten gerade an Lauras Outfit! Und meiner guten Laune.

Stay fashionable,

kurz-unterschrift11

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