Das Batman-Shirt von Zara - Wintermütze von Ben Sherman

Fashion Roadkilled: Das Leben ist kein Porno und Batman nicht schwul

Veröffentlicht: Sonntag, 8. Januar 2012

Auf dem langen Weg Richtung Pärchenhimmel I was fashion roadkilled. Das, nachdem ich wirklich lange überlegt hatte, wie ich meinen Oberkörper auf Kölns party to be bestmöglich in Szene setzten könnte. For dating reasons. Und weil man ohne Shirt auf einer fast dezenten Geburtstagsfeier eben nicht wie ein Heiratskandidat, vielmehr wie eine Dartscheibe für spitze Bemerkungen rüber kommt, beschloss ich, mir wieder Respekt zu verschaffen. Was würde also Lady Audrey tun, um ihre hohe Datingklasse modisch zu unterstreichen? Richtig, sie würde Pailletten tragen. So will I!

Oswald Kolle hat die Masturbationsgesellschaft vor zehn Jahren im Spiegel vorausgesagt und Recht behalten. Mit dem fragwürdigen Ergebnis, dass so mancher sein Schlafzimmer heute mit dem Drehort für eine Lady-Chatterley-Produktion verwechselt – was wiederum schnell im Gefühl endet, sich in einem Raum voller Hobbykunst zu befinden. Intuitiv wild gespritzte Abstraktion ist eben nicht the state of the art, auf Leinwand ebensowenig wie auf Bettlaken. Also haltet mal die Pinsel flach.

Gleiches gilt für meinen Freitag. Was in gut produzierter Erwachsenenunterhaltung durchaus sexy wirken kann, ist in einem Wohnzimmer zwischen Nudelsalat mit Vollkalorien-Majonäse und der „RTL Hits des Jahres 2011“-CD unter Umständen ein riesiges Desaster: nämlich das in einem Moment falscher Intuition mit den Händen vom V-Ausschnitt kerzengerade zur Gürtelschnalle zerrissene Shirt. Ratsch!

Auf der Suche nach einem adäquaten, die Brust gleichfalls betonenden, Ersatz, fand ich bei Zara schließlich Batman in Pailletten – der Durchschnittsgröße spanischer Männer sei gedankt, sogar in einer perfekt sitzenden S-Größe.

Shirt: Zara, Mütze (oben): Ben Sherman

Während meine homosexuelles Herz noch Luftsprünge machte und mein katholisches Über-Ich im Untergrund versank, hatte ich es mit Coquettes Beistand bereits gekauft. Für jemanden, der normalerweise bereits Querstreifen für den Gipfel der Print-Kultur hält, sicherlich ein großer Schritt.

Und wahrscheinlich ein noch größerer für Batman, neben Prinz Frédéric von Anhalt einer der letzten Bastionen des klassischen Männerideals – oblgeich er doch immer irgendwie aussah wie einem schlechten Fetischporno entsprungen, beziehungsweise Franky goes to Hollywoods „Relax“-Video.

Frankie Goes To Hollywood – Relax

Übrigens: Ich habe das Shirt von American Apparel geliebt, weil ich es mit meinem letzten Freund gekauft habe. You can kill fashion for an evening – but never love for good. I’m not relaxed, but…

I don’t need another hero,

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Kommentare

  1. Gepostet von Coquette am Montag, 9. Januar 2012

    Ohne die liebe Mama Coquette wär’s wahrscheinlich wieder ein grauer Kaputzen-Pulli geworden.. Jungs, ihr dürft mir danken ;-)

  2. Gepostet von Brad am Montag, 9. Januar 2012

    oder der unglaublich schräge dandy-mantel….

  3. Gepostet von Micha am Montag, 9. Januar 2012

    Argh bist du süß!

  4. Gepostet von Brad am Montag, 9. Januar 2012

    don’t tell me the stars :)

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