Was würde Audrey tun - Pamela Keogh - erschienen im Egmont-Verlag

What would Audrey do? Hätte sie einen Fuckbuddy?

Veröffentlicht: Mittwoch, 4. Januar 2012

Bis eben high auf meiner Hot-Books-Liste: „What would Audrey do?“ – jener Bestseller aus dem Egmont-Verlag, der uns „timeless lessons for living with grace and style“ verspricht. Besonders reizvoll, weil Autorin Pamela Keogh mittels Anekdoten Dating-Tipps aus dem Leben einer Frau liefert, die mit John F(ucking) Kennedy rumgemacht hat. Ich war fast dabei, das Buch in den Amazon-Warenkorb zu schubsen, als ich mich besann. Es kann im Leben wohl kaum darum gehen, sich wie eine tadelloser Hepburn-Klon aufzuführen. In den weitaus aufreibenderen Angelegenheiten verlangt der Geist nämlich, sich gerade nicht wie eine Lady zu benehmen. Der Körper sowieso. Warum hat bisher niemand „What would Britney, Naomi Campbell and Ashton Kutscher do?“ geschrieben? Die meisten Typen haben nämlich keine weichgekochten Eier zum Frühstück, sondern einen harten Tritt in selbige verdient. Egal zu welcher Mahlzeit und nicht unbedingt bei Tiffany. Zum Beispiel heute. Who the fuck needs grace and style? I need something else…

Vielleicht ist es unüberlegt, Audreys Lehren aufgrund einer akuten Hormonschwankung abzulehnen. Vielleicht aber auch nicht. Geben wir dem Buch trotzdem eine Chance. Nicht, weil mich wirklich interessiert, ob sich „Audrey Hepburn, die grazile Muse Hubert de Givenchys (…) heutzutage ein Piercing zulegen“ würde. Vielmehr, weil Pamela Keogh zeigen möchte, wie man „nach ihrem Beispiel auch die großen Lebensfragen beantworten kann: wie man mit Liebeskummer fertig wird.“

Allgemeiner gesagt: mit idiotischen Dates. Denn ich halte zwar wenig von dem ganzen Glamour-Tussi-Gehabe, zumindest aber von Tugenden wie Pünktlichkeit, Ehrgeiz und Zuverlässigkeit – besonders wenn es um die Befriedigung elementarer Bedürfnisse geht. Im kam nicht umher, mich zu fragen: Wenn wir anfangen, mit unseren Fuckbuddys Beziehungsdiskussionen zu führen – warum haben wir dann überhaupt welche?

Ein Beitrag auf Rezensenten schließt die Lektüre des Buches mit dem Kommentar, dass es sich „vor allem an reifere Frauen wendet, die dem heutigen schrill-derben Alltag wenig abgewinnen können und lieber ihren eigenen Stil und Lebenswandel pflegen“. Sprich: Omis, die schlicht in einem anderen Jahrhundert hängen geblieben sind. Denn die Single-Realität des 21. sieht anders aus: schrill und derb. Das Literaturforum Legimus bilanziert immerhin, dass das Lesen von „What would Audrey do?“ fast zwangsläufig einen DVD-Abend mit sich zieht.

Damit wären wir der Wahrheit schon ein ganzes Stück näher. Denn was, wenn nicht ein stilvoller DVD-Abend, ist das gängige Vorspiel zu einer Nacht, die maximal noch nach dem „Treat me like a Lady / Miss Aguilera likes it dirty“-Mashup-Prinzip endet? You ain’t here to paaaarty?

[youtube_sc url=”http://www.youtube.com/watch?v=PVTQa7SNK8g”]

Sicherlich hätte auch Audrey Hepburn, die grazile Muse Hubert de Givenchys, heutzutage einen Fuckbuddy. Schließlich stammt von ihr folgender Satz: „Ich frage mich oft, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie nur nebeneinander wohnen und sich ab und zu besuchen.“ Klingt furchtbar unverbindlich… und sexy.

Übrigens hat Audrey auch folgenden Spruch abgelassen: „Wenn man im Mittelpunkt einer Party stehen will, darf man nicht hingehen.“ Besagter fasst meinen Abend perfekt zusammen. Der dreht sich nun doch irgendwie um jemanden, der gar nicht da ist.

What would Audrey do? She would kick his ass down the moon river!

[youtube_sc url=” http://www.youtube.com/watch?v=xHugZ_XRMbA”]

It’s my party and I cry if I want to. You would cry, too, if it happened to you!

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Kommentare

  1. Gepostet von Liam am Mittwoch, 4. Januar 2012

    Ich bin mir sicher: du hast wieder recht. Audrey…. :)

  2. Gepostet von Brad am Mittwoch, 4. Januar 2012

    hab ich immer :)

  3. Gepostet von Jennifer am Mittwoch, 4. Januar 2012

    Tipp: Es gibt auf “What would Jacki O. do?”

  4. Gepostet von Susa am Mittwoch, 4. Januar 2012

    Beverly Hills 90210…was habe ich die Serie geliebt!

    Das schrille und derbe Singlezeitalter von heute würde ich definitiv manchmal gegen die damalige Zeit der eleganten und manierlichen Dates eintauschen…und irgendwann merken, dass es damals wahrscheinlich auch nicht so viel anders war wie heute :D

  5. Gepostet von Brad am Mittwoch, 4. Januar 2012

    ich liebe auch diese szene aus 90210. habe gestern überlegt, mir für 30 euro staffel 2 zu kaufen…

  6. Gepostet von Susa am Mittwoch, 4. Januar 2012

    Bei mir läuft gerade wieder die 3. Sex and the City-Staffel im DVD-Player und je älter ich werde umso mehr merke ich, wie wahr und realitätsnah die gesamten Dialoge und Geschichten wirklich sind…außer vielleicht das Ende der Serie in Paris ;)

    Wie ist die Kauf-Überlegung ausgefallen?

  7. Gepostet von Brad am Mittwoch, 4. Januar 2012

    bin noch unentschieden…. hmmm. die dritte staffel ist toll. ich schaue im moment gerade die 2te :)

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