Hamburg Alster

Trotz HSV-Krise: Hamburg ist erstklassig!

Veröffentlicht: Sonntag, 9. Februar 2014

Die ewige Frage, welche Stadt im direkten Hamburg-Berlin-Vergleich die Nase vorn hat, entschied sich vergangenen Samstag auf dem Fußballplatz. Leider. Mit einem Ergebnis, dass kein Hamburger hören will: Der HSV unterliegt Hertha BSC mit 3:0. Sechs Schlappen in Folge haben die herrlichen Hanseaten tief in die Abschiedskrise gerissen. Keine schönen Aussichten in der schönsten Stadt der Welt. Wahrlich nicht.

Zum Glück regiert König Fußall die Welt nicht wirklich, zumindest außerhalb der Wochenenden. Im Regelfall ist Hamburg dem Rest der Republik immer eine Nasenlänge voraus. Vor allem den Berlinern. Und gerade denen. Fakt ist: Nie schmeckt die Currywurst besser als in der Mittagspause am Jungfernstieg mit Blick auf die Alster. Nie ist die Liebe schöner als im zweitgrößten Hafen Europas. Und was wäre die Berliner Modewoche ohne die Heerscharen von Hamburger Models?

Und trotzdem trägt sich das HSV-Trikot dieser Tage schwer. Weil Zweitklassigkeit eben nicht zu Hamburg passen würde. Weil Hamburg eine Stadt der Rekorde ist. Selbst weltweit gesehen. Versuchen wir, trotz Fußballkrise weiter stolz auf Hamburg zu sein.

Stadt der Rekorde

Nur New York hat mehr Konsulate als Hamburg, in keiner deutschen Stadt sind mehr wohltätige Stiftungen aktiv. Nirgendwo auf dem Kontinent stehen mehr Brücken als in der Hansestadt: Ganze 2485 Viadukte und Brücken zieren Alster und Elbe, die Fleete und Kanäle, Straßen und Bahngleise. Dagegen sehen selbst Venedig und Amsterdam alt aus (vgl. Die Welt).

 Hamburg Alster

Damit nicht genug: In Hamburg fährt der Weltweit längste Bus (25 Meter), am Michel schlägt die Deutschlands größte Turmuhr (Umfang 24 Meter) und mit dem Airbus A380 wurden hier Teile des größten Passagierfliegers überhaupt gebaut. 1200 Sitze machen das Schauspielhaus außerdem zum größten Sprechtheater des Landes.

Hamburg besitzt die größte Flussinsel Europas, den ältestem Turnverein (Hamburger Turnerschaft 1816), die längste Modelleisenbahn (zwölf Kilometer im Miniaturwunderland) sowie die älteste Radiosendung (Hamburger Hafenkonzert im NDR) der Welt. Mehr Wochenmärkte (über 100) gibt es nirgendwo in Europa, an keinem anderen Ort der Welt wird mehr lebensrettender Kaffee umgeschlagen, nämlich 1 Million Tonnen pro Jahr (vgl. Hamburger Morgenpost)

Auch der HSV ist rekordverdächtig: Die Rothosen spielen seit ihrer Gründung in der höchsten Ligastufe und gehören der Bundesliga als einziger Verein seit Gründung an. Dabei sprangen immerhin sechs Meistertitel heraus. Anfang der Achtziger Jahre blieb der Verein in 36 Spielen hintereinander saisonübergreifend ungeschlagen. Erst 30 Jahre später, nämlich im November 2013, stellte der FC Bayern diesen Rekord ein.

Daumen drücken!

Doch jetzt wird es eng in Hamburg. Und da heißt es zusammen rücken und Daumen drücken. Auf den Sofas. Das nächste Mal, wenn der HSV am Mittwoch zum Pokalspiel antritt. Leider gegen keinen wirklich leichten Gegner. Ausgerechnet gegen den FC Bayern muss der Verein also ran.

Bei Wettportalen wie Digibet stehen die Quoten nicht wirklich gut. Ein weiterer Grund, die Jagd nach Rekorden wieder aufzunehmen. Jetzt erst recht! Damit wieder allen klar wird, dass Hamburg erstklassig ist – und bleibt. In Berlin und sonst wo. Auch auf dem grünen Rasen. Denn zum Fußball drängt, am Fußball hängt, doch alles.

Nur der HSV

Nur der HSV,

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