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Sorry, untervögelt!

Veröffentlicht: Samstag, 12. April 2014

Da stand ich also. Zwischen Vegetariern, die keinen Alkohol trinken. Mit dem dringenden Bedürfnis, eine Zigarette zu rauchen. Damit irgendjemand irgendetwas Ungesundes tut. Und irgendwie auch, weil es gut tut, sich festzuhalten, wenn man nach dem fünften Drink drunk im dritten Stock auf dem Balkon steht und festentschlossen ist, zu springen. Aus Frust. Ich kam nicht umhin mich zu fragen: Was ist schwerer – von Marlboro wegzukommen, oder von diesem Mann? Und was wäre gesünder? Zur Hölle!

Manchmal glaube ich, dass es nichts Schlimmeres gibt, als auf eine SMS zu warten. Immer solange, bis ich betrunken auf eine SMS warte. Pina Colada und Liebeskummer waren in Kombination schon immer eine harte Nummer. Und ich hatte seine Nummer immer noch nicht gelöscht. Nur meinen Durst. Da stand ich also. Zwischen Vegetariern, die keinen Alkohol trinken und über Politik sprechen.

Sprich: Ich musste mir zeitweise hart auf die Zunge beißen, um die Qualität des Partytalks nicht von anspruchsvoll auf anrüchig runterzuschrauben. Gelang mir genau zwei weitere Drinks lang. Es hatte mir den quasi den ganzen Abend auf der Zunge gelegen. Irgendwann habe ich es einfach gesagt: „I don’t care about parties. I care about parties!“

Auf einer Party, die unter dem Motto „New York City Cocktails“ steht, darf man ja mal „Sex and the City“ zitieren. Zum Glück ergriff die Gastgeberin Partei für mich: „Er datet so jemanden wie Mr. Big…“ Plötzlich hatte ich die Sympathien wieder auf meiner Seite. Sogar die der vegan lebenden Pärchen.

Das Problem allerdings ist größer: Ich date nicht nur den Mr-Big-kind-of-guy. Ich date ihn bereits seit 14 Monaten. 14 Monate, in denen ich mich zum Mr-Bitch-kind-of-guy entwickelt habe – was sich immer dann besonders drastisch äußert, wenn ich betrunken und frustriert auf eine SMS warte, vegetarische Snacks in mich reinschaufele und eigentlich nur eins will: Fleisch! Verteilt auf 183 Zentimeter Mann.

 

Mir war schon klar, dass mein augenrollender Auftritt auf der New York Party nicht wirklich Park-Avenue-Style war; dass mich mein Karma seit gestern wahrscheinlich wieder auf der Kackseite der Wiedergeburtsschleife gepackt hat. Wahrscheinlich werde ich im nächsten Leben als Alge wieder geboren – und lande im Rachen von Vegetariern. Als Rache für das Partytalk-Crashen.

That’s life.
Und sorry, life made me a bitch.
Und sorry, ich kann nicht über die Ukraine reden, wenn ich untervögelt bin.

Mea culpa maxima.

OMG dieser Himmel… wie zur Hölle komm ich da bloß rein?

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Herz drum, fertig.

Brad Unterschrift

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

Kommentare

  1. Gepostet von Vanessa Piccola am Sonntag, 13. April 2014

    … aber charmant gejammert! Das geht immer durch ;) Wenn die 183cm Mann traurigerweise nicht so richtig wollen, gibt’s das 125 Gramm Pendant übrigens in der Kleinen Pause. In Form des absolut nicht vegetarischen Bruce Bacon Burgers!

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