Schwiegertochter gesucht geht wieder los. Fotos: RTL

Schwiegertochter gesucht: Schlimmer als zuvor!

Veröffentlicht: Montag, 5. September 2011

Nach leidenschaftlicher Lektüre der Sonntagszeitung von gestern ist es klar: Ich bin nicht allein. Denn laut FAZ leben 17 Millionen Singles in Deutschland, „die allein, aber nicht einsam sind“. Dazu gehören auch jene acht juckelnden Jungs, zu deren Wohnungen sich die rabiate Vera Int-Veen jüngst (legal?) Zugang verschafft hat. Besser gesagt: zu den Wohnungen ihrer liebevollen Mütter. Das Trash-Format „Schwiegertochter gesucht“ ist zurück auf der Mattscheibe – mit noch matteren Kandidaten als zuvor! Um ihre Auserwählten ist es nicht besser bestellt.

Vera will uns den Sonntagabend zukünftig wieder versüßen. Seit sie wegen unveröffentlichtem Filmmaterial aus ihren anderen Asozialen-TV-Sendungen als lesbischer Wonneproppen mit der Extraportion Sympathie nicht mehr tragbar ist, überlässt sie die süße Würze lieber ihren Mitspielern.

Vera dagegen begnügt sich mit ihren aufregend anders aufgesagten, altbekannten Alliterations-Abfolgen in trotzdem meist mäßigen Moderationstexten, um uns zu beglücken. Und die haben es trotzdem in sich – Kandidaten und Alliterationen. Vorerst stellt uns die fiese Vera drei fesche Verschnitte des noch masturbierenden Muttersöhnchentums vor:

1) Markus

Ein fröhlicher Feuerwehrmann, der nur holprig lesen kann, seinen Angebeteten „Feuerwehrteufel“ auf den Tisch stellt und sich mit Claudia gleich eine Hut- und Birkenstock-tragende Trantüte mit Zickenpotenzial ins Haus holt. Pech gehabt. Die Dame, die sich mit ihren „blauäugigen Augen“ bei ihm bewarb, wollte Markus nicht. Es musste ja eine sein, die in ihrer Freizeit Mandalas malt.

2) Marco

Der nette Niedersache spielt leidenschaftlich gern mit seiner Mama Bingo und noch lieber mit Kumpels Minigolf. Das soll seine Zukünftige auch akzeptieren. Schlimmer: der Vokuhila! Marco legt übrigens sehr viel Wert auf sein Äußeres, „besonders auf die Haare“. Sein Haarspraykonsum ist für das Ozonloch verantwortlich. Gut, dass sein grauenvolles Gesamtbild bereits Augenkrebs verursacht. Schlecht, dass er eine komische Keks-Verpackerin datet, die ihre Augen ja noch zum kunstvollen Arbeiten braucht.

3) Christian

Der Leierkastenmann ist erst 27 Jahre alt, sieht allerdings bereits aus wie 50 – aber eben nicht wie George Clooney. Sein lustvolles Leierkastenspiel, davon ist Vera very überzeugt, hat schon so manche Frau zu Tränen gerührt. Christian sammelt Autogramme (er hat auch eins von Inka Bause) und ist offensichtlich schwul. Absurder geht es gar nicht mehr. Der Zuschauer gewinnt leider schnell den Eindruck, dass Frauen mit Migrationshintergrund in dirty Deutschland einfach alles nehmen müssen.

Fremdschämen bei Trash vom Feinsten

Wie wir gleich in der ersten Folge der aktuellen Staffel erfahren, hat Vera das Katastrophen-Kuppeln direkt vom Meister gelernt. „Ich habe mal für Rudi Carell gearbeitet als er noch Herzblatt gemacht hat“, erzählt sie. Ich verzichte trotzdem auf ihre Dienste – vor allem, weil mich meine Eltern töten würden…

Für Kommentare wie „Die Brillenträgerinnen nutzen die Gelegenheit, um sich gegenseitig auf den Zahn zu fühlen“, lohnt sich das Zuschauen auf jeden Fall.

Freuen wir uns also auf mehr gellendes Gezicke zwischen frechen Frauen mit und ohne Brillen, die himmlischen Hits von Mariah Carey, Whitney Houston und Modern Talking und sicherlich den einen oder anderen mittelgroßen Mettigel – in den nächsten Folgen von „Schwiegertochter gesucht“ auf RTL.

Warum ARTE schauen, wenn es auch ohne Niveau geht?

Darauf ein Glas Maibowle,

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