schlechtwetterfreunde

Schlechtwetterfreunde

Veröffentlicht: Sonntag, 6. Dezember 2015

Heute vor genau zwei Jahren, an Nikolaus 2013, hatte ich den schlimmsten Tag meines Lebens und daraufhin ein wirklich schwieriges Jahr. Ich bin mir sicher, ich hätte 2014 niemals geschafft, hätte ich nicht die besten Freunde an meiner Seite. Eben nicht nur an Tagen, an denen sich das Leben in Champagnerwetter und Sonnenschein ergießt. Gelegentlich brauchst du diese Schlechtwetterfreunde an den Schlechtwetterfronten des Daseins mehr als sonst.

Was ich damit sagen will: Du kannst alles schaffen, sogar viel mehr als du meinst – letztendlich habe ich 2014 ja sogar noch ein Buch geschrieben – aber du schaffst das selten allein. Beziehungsweise kehrst du den Dreck gemeinsam schneller weg und aus dem Weg. Und plötzlich kehrt sich das Leben wieder komplett um.

Auf dem Sonnendeck des Lebens vergessen wir manchmal, wie hart uns der Wind an den Schlechtwetterfronten ins Gesicht bläst. Wie sehr Krisen an uns zerren, wie sehr wir manchmal die Zähne zusammen beißen müssen, um nicht ständig zu heulen, sondern jeden Tag mit der geballten Faust da raus zu gehen, um die Kehrtwende herbeizuzwingen.

Was mich betrifft: In den schönsten Momenten mit meinen besten Freunden sehe ich in ihren Gesichtern manchmal, wie verdammt hässlich das Leben sein kann. Wenn du den Alltag also vor allem mit schicken Schönwetterfreunden verbringst, überleg dir genau, wo du Schutz vor dem Sturm suchen wirst, wenn sie mit dem ersten Regen verschwinden. Irgendwo an den Schlechtwetterfronten des Lebens.

Ich werde euch das alles niemals vergessen,

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