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Deine Playlist

Veröffentlicht: Sonntag, 2. März 2014

Der Moment, in dem er plötzlich hinter dir am PC steht, den Kopf auf deine Schulter legt, iTunes anschaut und grinsend sagt: „Oh, ich hab ‘ne eigene Playlist?“ – Und du denkst: „Das hast du ein Jahr lang nicht bemerkt?!“ Um dich gleich zu fragen, ob das gerade ein besonders unangenehmer oder ein unglaublich süßer Moment ist.

Ich entschied mich für „unglaublich süß“ und ließ die Playlist wieder auf Dauerschleife durchlaufen. Genau ein Jahr war vergangen, seit der süßeste aller Player erstmals durch meine Tür gelaufen und sofort an der Spitze meiner Hitliste geschossen war. Wahrscheinlich hätte ich am 3. März des letzten Jahres nicht gedacht, dass die erste Nicht-Beziehung meines Lebens tatsächlich länger dauern würde als die letzte Beziehung meines Lebens. Zumindest nicht wirklich.

Um zu wissen, was ich wirklich dachte, habe ich meine Facebook-Timeline gerade zwölf Monate zurück gestellt – und geschmunzelt:

Es war der Vorabend des 3. März. Ich war mit Jon am Jungfernstieg verabredet, um auf irgendeine Party zu gehen, als du anriefst, um das zu verabreden, was einen Tag später unser erstes Date werden sollte. Irgendwie ahnte ich wohl doch, dass das nicht irgendein Treffen werden würde. Auf dem Weg zur U2 schickte ich folgende Statusmeldung auf Facebook:

max damals1

 

Immer wenn deine Playlist in der Dauerschleife durchläuft, wird mir wieder bewusst, wie glücklich du mich machst. Manchmal. Wenn du dich nicht gerade wie ein Arschloch benimmst. Nimm’s einfach mal so hin: Du bist in meinem Lieblingslied die Melodie. Irgendwie sind alle 78 Lieder in deiner Playlist Lieblingslieder geworden. Weil sie unseren Abenden auf dem Sofa einen Rhythmus geben – wie du meinen letzten zwölften Monaten einen gegeben hast. Dazu einen Takt und besagte Melodie. Die mit den himmelhoch jauchzenden Tönen. Und den tieftraurigen.

Ich habe mir fest vorgenommen, keine weitere Liebeserklärung zu schreiben. Genauso fest, wie ich mir vorgenommen habe, dass das Lied, das ich nach unserem ersten Date in der Dauerschleife gehört habe, nie auf deiner Playlist landen wird. Vielleicht, weil es ein besonders peinliches ist. Vielleicht aber auch, weil ich sie sowieso nicht mehr los werde, seit ich dich getroffen habe. Im Hochsommer nicht und auch nicht an Weihnachten:

max damals2

Und was wir daraus lernen: Sag niemals nie. Niemals. Die Frühlingsgefühle zumindest haben nie mehr abgenommen. Und vielleicht kriege ich ja irgendwann, was ich wirklich will: dich in der Dauerschleife.

Mein Herz explodiert, mein System ist irritiert. Das ist mir noch nie passiert…

Verdammt, du bist ein toller Typ,

kurz-unterschrift11

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

Kommentare

  1. Gepostet von Martin am Montag, 3. März 2014

    On top of your list and wishlist :)

  2. Gepostet von Brad am Dienstag, 4. März 2014

    Aber sowas von, mein Lieber :)

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