Mit Freunden auf der A+ Modenschau der HAW Hamburg - Bericht folgt

Oft ausgesprochen unausgesprochen: Freundschaft ist…

Veröffentlicht: Sonntag, 14. Juli 2013

Irgendwie hatten wir diesen ganz bestimmten Punkt überschritten. Den kritischen. Irgendwo zwischen Konferenzen und Kaffeepausen. Und wir spürten es. Beide. Trotzdem haben wir nichts dagegen getan, sondern es einfach geschehen lassen. Haben einfach gelächelt. Jeden Morgen. Wie so oft im Leben.

Ich wusste ohnehin, dass es längst zu spät war, die Notbremse zu ziehen. Ich gab Vollgas. Du hast Boden gut gemacht und mich eingeholt. Irgendwie. Auf High Heels auf wankendem Boden. Und irgendwann zwischen Laufsteg und Taxistand hast du gestern gesagt, was lange ausgesprochen unausgesprochen war: „Wir sind keine Kollegen mehr. Wir sind Freunde.“

Irgendwas in mir ist in diesem Moment gestorben. Obwohl es eine der schönsten Liebeserklärung war. Von vielen anderen, die eigentlich nichts bedeutet haben. Über die man nicht schreibt.

Mit Freunden auf der A+ Modenschau der HAW Hamburg - Bericht folgt

Mit Freunden auf der A+ Modenschau der HAW Hamburg – Bericht folgt


Komischerweise sind es immer die größten Komplimente, die uns am kleinsten erscheinen. Vielleicht, weil sie oft aus der Kategorie ‘kalkuliertes Krisenmanagement nach Vollkatastrophen’ kommen. Vielleicht aber auch, weil wir im kollektiven Kampf um kompromisslose Liebe übersehen, was wirklich wichtig ist. Wie so oft im Leben.

Vielleicht hattest du Recht als du sagtest, ich würde zu viel Energie auf die verwenden, die es nie spüren werden. Und vielleicht hast du damit auch ein wenig dich selbst gemeint. Wahrscheinlich. Wahr ist, dass ein Windstoß reicht, um die Wolke Sieben wegzuschieben. Weit weg von unserem Horizont. Wahr ist auch, dass wir Boden unter den Füßen brauchen, um ihr hinterherzurennen, auf hohen Heels und hellblauen Airmax, so wie wir. Festen Boden auf wankenden Wegen.

Manchmal kommen Körbe unter dem Codenamen Freundschaft. Und manchmal kommt Freundschaft unter dem Decknamen Kollegin. Oftmals vergessen wir im kompromisslosen Liebeswahn, dass die scheinbaren Nebenrollen die eigentlichen Hauptrollen sind. Die Freunde in Hamburg, die Freunde zuhause, die Freunde irgendwo da draußen. Die, die bleiben. Die, die fest an unserem Horizont hängen wie Sterne. Das spüren wir – so oft im Leben.

Freunde in Köln

Freunde in Köln


Und deshalb ist das eine Ode an die Freundschaft und eine Liebeserklärung an die Freunde da draußen. Denn als du mir gesagt hast, dass wir jetzt Freunde sind, war das weder ein Trostpreis, noch eine Facebook-Listenplatz. Komischerweise tun wir die größten Komplimente kurz mit einer knappen Umarmung ab. Weil Liebe immer Liebe bleibt – und uns sprachlos zurück lässt.

Als du zwischen Laufsteg und Taxistand gesagt hast, was gesagt werden musste, ist die Angst in mir gestorben, auf wankenden Wegen zu fallen. Weil das nächste bedeutungslose „Lass uns Freunde bleiben“ kommen wird. Vielleicht per SMS. Oder ausgesprochen unausgesprochen. Wenn ich kotzend kapituliere, wirst du deine Tüte auspacken. Und deinen Korb. Den mit Trost. Denn Freundschaft ist mehr als Liebe. Liebe ist mehr als Wolken jagen.

Und Liebe ist meine Rebellion gegen meinen SMS-Verlauf. Und gegen deinen.

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So viel Kitsch zum Sonntag. Weil wir Wörter mit dem Buchstaben „K“ lieben. Wie Kirscheis, Kerzenschein und Kevinismus.

Wir sollten unseren Freunden öfter sagen, dass wir sie lieben – kompromisslos.

Kisses,

kurz-unterschrift11

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

Kommentare

  1. Gepostet von Coquette am Montag, 15. Juli 2013

    Schön geschrieben.. schön gesagt! Und sehr wertvoll, wenn man sie gefunden hat, die echten und wahren Freunde, die einen “lieben,so wie man ist” (So Bridget Jones ;-))

  2. Gepostet von Brad am Dienstag, 16. Juli 2013

    Bridget, die olle Philosophin. Wir lieben sie! Wann komtm endlich Teil III?

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