Maryanto Fischer Moinsen Hamburg Streetwear Clothing 3

Moinsen: Der Style aus Hamburg Beach

Veröffentlicht: Mittwoch, 19. November 2014

Tobis Tochter geht gern früh schlafen – weil er ihr zur Belohnung ab und an ein cooles Shirt designt. Eine Kindheitserfahrung, die ich leider nicht teilen kann. Denn wenn meine Mutter mir Klamotten machte, wollte ich am nächsten Tag vor allem weiter schlafen, um ihre Kreationen nicht auf den Schulhof tragen zu müssen. Sorry, Mum.

Aktuell möchte ich wieder mal schlafen – und zwar mit mir! Weil ich dank Tobi gerade so aussehe wie die Jungs, mit denen ich ins Bett gehe: tight und herrlich hanseatisch. Wegen der Motive, mit denen sein Label Moinsen Hamburgs Herrlichkeit auf Hoodies, Shirts und Schmuck zelebriert: Anker und Möwe.

Moinsen Hamburg Clothing

Diese Möwe hier heißt „Moinse“ und hat sich in vielfacher Ausformung gerade auf dem Tisch vor mir ausgebreitet. „Angefangen hat alles mit dem Café Moinsen in Eimsbüttel“, ruft sich Tobi die Anfänge seiner Marke ins Gedächtnis. Schon dort habe der Grafikdesigner sporadisch selbst gestaltete Klamotten verkauft. „Zu einer Zeit, in der das Wort ‘Moinsen’ noch nicht im allgemeinen Wortschatz verankert war“, wie er betont.

Längst ist das Café passé, dafür hat das kleine StartUp-Label im letzten Jahr massiv an Aufwind gewonnen. Heute drückt ‘Moinsen’ nicht nur einer wachsenden Zahl limitierter Kollektionsteile, sondern auch Skateboard-Meisterschaften und -Mannschaften seinen Stempel auf. In Handarbeit.

Für Frühjahr seien sogar Flip-Flops geplant, erzählt Tobi. Damit könne Moinsen dann sogar Spuren am Waterkant-Strand hinterlassen. Dort, wo der Ur-Hamburger und sein Team zuhause sind. Und jetzt wollen sie den Style aus Hamburg Beach in größerem Stil streuen.

Bisher lassen die Moinsens die Kirche allerdings noch im Dorf: Gemeinsam mit seinem Kollegen Frederik bedruckt Tobias heute wieder Pullover. Im Hinterzimmer seiner Werbeagentur hans.e advertising, das nicht nur Produktionsstätte, sondern gleichzeitig Lagerraum ist. Im Hintergrund läuft Hip-Hop, hinten im Raum hängen Hoodies an einer langen Kleiderstange.

Moinsen Hamburg Label

Frederik (links) und Tobias bedrucken ihre Shirts selbst. Zum Moinsen Shop – HIER!

„Das Schöne an diesem Projekt ist, etwas wirklich Eigenes, etwas Authentisches zu machen“, erklären die beiden. Die Designs für Schals, Shirts oder Sonnenbrillen werden gemeinsam im Team entworfen, manchmal wieder verworfen, doch zuletzt immer öfter umgesetzt. Längst haben die Moinsens vom schicken Polo zum hippen Partyshirt mit sexy Seefrau-Aufdruck für jeden Geschmack etwas aus Lager.

„Unsere Kunden sind irgendwo zwischen 15 und 65“, erzählt Tobi, der die Sachen demnächst auch im Manystyles, Hamburgs coolstem Kappen-Laden aus der Schanze, an den Mann und die freshe Frau bringen will. Und so wahr Gott es will, gibt es für mich dann zukünftig zwei Gründe, immer schnell am Manystyles vorbeizulaufen, um nichts zu kaufen.

Obwohl es gar nicht viel Kohle braucht, um mit Moinsen durch die schönste Stadt der Welt zu stapfen. Die 50 Euro für einen Hoodie fallen mit den gebrandeten Boards schon in die höchste Preiskategorie. Schals und Shirts sind bereits für ‘nen Zwani zu haben.

 

Seit ich Moinsen auf Instagram entdeckt habe, habe ich auf jeden Fall Feuer gefangen. Für Hamburg sowieso – jetzt umso mehr für seinen Style. Integration ist übrigens total in Mode und kann so sexy aussehen. Sagen wir mal so: Jil-Sander-Wear war einfach nichts für mich…

Mit der Moinsen-Mode dagegen fühle ich mich schon wieder ein wenig heimischer im Norden, hamburgisch sowieso. Ich meine, was tut man nicht alles, um dem Lebensziel, den herrlichsten Hanseaten überhaupt endlich zu heiraten, ein weiteres Stück näher zu kommen? Dafür lässt der Hesse die Klamotten aus der Heimat gern mal im Schrank – und ich weiß, dass er drauf stehen wird. Damit die besten Grüße nach Harburg-Beach.

Und ihr: Stay fashionable,

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