Maryanto Fischer by Maxi Roediger

Mein Maxi-Style: Wie ich aussehen könnte, wäre ich ihre Barbie…

Veröffentlicht: Mittwoch, 18. September 2013

Es ist eines dieser großen kosmischen Gesetze, denen sich sowohl die Menschen auf dem Land, als auch die in der Stadt ausnahmslos unterwerfen müssen – die in der Großstadt etwas mehr, die auf dem platten Land etwas weniger, zumindest wenn sie in einer Nudisten-Kolonie leben: Wer sich ausziehen will, muss sich erst anziehen!

 

Die Frage nach unwiderstehlicher Anziehung stellte sich mir umso mehr, als ich auszog, um irgendwo in Hamburg wieder einzuziehen. Während ich meine Garderobe Fach um Fach für die Tonne sortierte, kam ich nicht umhin mich zu fragen: Wie sollte ich meine Chancen auf Ausziehen in einer Stadt steigern, in der die Menschen so gut angezogen sind, dass sich die morgendliche Fahrt in der U-Bahn anfühlt wie der Wartesaal vor einem Gucci-Casting?

Die ersten Wochen in Hamburg blieb ich ausgesprochen angezogen und deshalb schlaflos. Und irgendwie wusste ich, dass hier nur die Frau aus der Wiege des Snobbismus helfen konnte. Die Frau, die Mode nicht nur kauft, sondern auch konzipiert. Bis zum Maximum der Schlaflosigkeit. Wie ich hatte Maxi die den industriellen Charme unserer hessischen Heimatstadt Hanau gegen irgendwas Chices getauscht: München.

Mein Anruf von der Mönckebergstraße erreicht Maxi auf der Maximilianstraße irgendwo zwischen Sommerschlussverkauf und Kaufrausch: „Was soll ich anziehen, um hier einen Fuß in die Schlafzimmertüren zu bekommen?“

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Modestudentin Maxi ließ packte sofort ihre Gucci-Käufe in eine Tüte und am Schreibtisch ihren Skizzenblock aus. Dachte ich.

Ihre Antwort erreichte mich ein Jahr später, abgerundet. Per Post. Inzwischen war ich nicht umhingekommen, über eine Nudisten-Kolonie nachzudenken und weiter auf coole Schuhe zu setzen. Ich hatte kein Ahnung von Mode, aber genug coole Turnschuhe, um jeden Bad Boy zwischen Hamburg und Harburg anzuziehen, wahlweise auch auszuziehen.

Ihr wisst ja, wie diese Geschichte endetet: in einem stilistischen Desaster! Raus kam nix – außer Texten und der Einsicht, dass gut Ding manchmal Weile braucht. Besonders im Fall Maxi aus München. Weil mir ihre Zeichnungen krass gut gefallen, verzichte ich an dieser Stelle trotzdem darauf, sie für mein desaströses Liebesleben der letzten Monate verantwortlich zu machen und versuche lieber, Teile wie diese zu bekommen. Irgendwo zwischen Hamburg und Harburg.

Skizze: Maxi Rödiger  Maryanto Fischer aka Brad Shaw gesehen von Modedesign-Studentin Maxi Roediger1

Sporty funky“, hat Maxis Hamburger Designer-Kollege Lukas ihre Entwürfe beschrieben.

Und ich so: „Funky mit 32? Lasset uns shoppen!“

Wie Maxi potenziell auch euer Liebesleben retten könnte, seht ihr auf ihrer Homepage. Ich nutze mal die Gelegenheit und werde euch demnächst ein paar Teile zeigen, die in der Vergangenheit für mich entworfen wurden. Irgendwo zwischen Ludwig XVI. und Puff Daddy.

Ich war mal ein Styler... Foto: Hessischer Rundfunk

Ich war mal ein Styler… mehr demnächst / Foto: Hessischer Rundfunk (HR)


Außerdem hoffe ich, bald Nachricht aus Spanien zu erhalten, wo mein Kumpel Daniel an einer BradSticks-Schmucklinie arbeitet. Klein, aber fein. Wie auch alles andere aus Hanau: die Maxi, der Daniel und ich.

In München und Pforzheim wird man das sicher nicht gern lesen, aber wir stammen aus der deutschen Schmuckdesignstadt schlechthin. Deshalb hab ich keine Ahnung von Männern, dafür von teuren Accessoires: zum Beispiel von coolen Jungs aus den günstigen Teilen der Stadt. Heute mehr als zuvor. Und die anderen sollte ich nach Maxis maximalem Make-over doch bekommen?

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Denn das ist mein großes kosmisches Gesetz: Mäuse fängt man mit Speck, Jungs aus Harburg mit coolen Schuhen und Männer aus Hamburg mit dem Poser-Style.

Stay fashionable,

kurz-unterschrift11img003 (Maxi)

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

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