Minigolf - Planten un Blomen, Hamburg

Mein Mini-Mantra: Die Welt mit Kinderaugen sehen

Veröffentlicht: Montag, 10. Juni 2013

Okay, ich war von einem Golf-Fahrer versetzt worden. Deshalb ließ ich mich leicht zum Minigolf-Spielen überreden. Von einem Erstklässler. Um hässliche Häme vorzubeugen: Erstens bin ich zehn Jahre zu jung, um zur „Generation Golf“ zu gehören; zweitens finde ich „Erwachsenen-Golf“ ungefähr so aufregend wie ein dreistündiges Vorspiel. Ich meine, wann wird eingelocht?

Der Kleine hat ohnehin maximal auf Minigolf gepocht. Ich dachte: Lieber mit Kindern Minigolf spielen als sich den Rasen mit Rentner zu teilen – oder irgendwelche Idioten zu daten, die Golf fahren. Oder Mini. Einfach mal versuchen, die Welt wieder mit Kinderaugen zu sehen. Nur um zu verstehen, dass die kleinen Dinge im Leben in Wahrheit viel größer sind als die Großen. Das materialistische Mantra der „Generation Golf“ dematerialisieren. Wenigstens für einen Nachmittag.

Minigolf - Planten un Blomen, Hamburg

Minigolf spielen – Planten un Blomen, Hamburg

Sind wir mal ehrlich: Sehen wir von Krampfadern ab, soll doch immer alles größer werden im Leben: der Brustumfang, das Haus und sowieso das Ego. Wir erheben „Think big“ zum Credo, wachsen von Wahn und Viagra getrieben über uns hinaus und gelangen trotzdem selten zu wahrer Größe. Es kostete mich 18 Löcher und 88 Schläge um zu verstehen, dass mein Herz weniger am Großen hängt als ich bisher dachte. Sehen wir von meinem Schuhschrank ab.

Im Großen und Ganzen sind es doch oft kleine Dinge, die riesig Spaß machen. Beispielsweise Minigolf in „Planten un Blomen“, Langnese-Eis für zwei Euro und das Gefühl, für einen Kleinen ein großer Held zu sein. Wie Darth Vader, Vader Abraham und „Daddy Cool“ in Personalunion – und eben nicht „Crazy like a fool“.

Minigolf spielen - Planten un Blomen, Hamburg / Cap: Rockstars & Angels; Shirt Muchacho Clothing by spicystyles; Sneax: Nike (Air Jordan)

Cap: Rockstars & Angels; Shirt Muchacho by spicystyles; Sneax: Nike (Air Jordan)

Mit diesem Gefühl werde ich in die Woche starten – und einer Liste mit Aktivitäten aus der Kategorie „Dinge, die wir unbedingt mal wieder tun sollten“:

  • Party-Bowling mit den besten Buddies und Bier vom Fass. Bayrischem Bier
  • Bum-Bum-Eis von Schöller essen und sich über den ekelhaften Kaugummi im Stil aufregen
  • sich einbilden, dass Red Bull wirklich high macht. Wie damals in der Schule, als das Wort Taurin in unseren Wortschatz sickerte
  • auf Zeltdiscos zu viel Korn mit Cola trinken – wahlweise auf einem Konzert von Dieter Thomas Kuhn
  • Singstar Nineties“ mit der pinken Playstation spielen – und mit falschen Tönen trotzdem gewinnen, weil man der einzige ist, der „Barbie Girl“auswendig kann
  • auf Flohmärkten Bravos aus den 80er Jahren kaufen und sich über die „Liebe, Sex und Zärtlichkeit“-Seite freuen
  • Klingelstreiche bei ungeliebten Nachbarn durchführen
  • sich am Sack kratzen und dabei „Eine schrecklich nette Familie“ gucken
  • mit dunkelhaarigen Menschen knutschen
  • endlich heim aufs Land fahren und sich von Oma mit Sauerbraten bekochen lassen. Rheinischem Sauerbraten

und den Kleinen demnächst beim Minigolf schlagen!

I lost - but I still look good

Return to innocence & stay fashionable,

kurz-unterschrift11

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

Kommentare

  1. Gepostet von Julia am Montag, 10. Juni 2013

    sehr schöner text und schöne aktivitäten-liste. leider vergessen wir so oft worauf es ankommt im leben. komm gut in die woche

  2. Gepostet von Tom am Montag, 10. Juni 2013

    Inspirierend!

  3. Gepostet von Basti am Montag, 10. Juni 2013

    LOVE the shoes!!!!!!

  4. Gepostet von Brad am Montag, 10. Juni 2013

    aber wir können das ja ändern :) jeden tag!

  5. Gepostet von Brad am Montag, 10. Juni 2013

    dankeschön, freut mich!

  6. Gepostet von Brad am Montag, 10. Juni 2013

    nichts geht über airs :)

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