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Zur Buchveröffentlichung: Model Mario Galla spricht auf BRADSTICKS über seine Behinderung

Veröffentlicht: Donnerstag, 22. September 2011

Ein paar Stunden mit Mario Galla und man kann getrost einige Stereotype über den Haufen werfen: Vor allem die über Behinderte und Männermodels. Wie bitte?! Genau, denn Mario ist beides. Und er mag es, mit Klischees aufzuräumen. Für seinen Job hat Christian Mario im Juli an zwei Tagen begleitet, als der in Bonn an einem Camp für Jugendliche teilnahm, und dort auch über seinen Job und seine Behinderung sprach. Gerade ist seine Biographie “Mit einem Bein im Modelbusiness” im Mosaik-Verlag erschienen!

Von der Frittenbude auf den Laufsteg

Wer ist Mario Galla? Ein 25-Jähriger Hamburger, der Medien und Information studiert und sich dafür ein bisschen Kohle mit modeln verdient. Er hatte vor vier Jahren das Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein – nämlich zufällig in einer Hamburger Frittenbude auf seine Fritten zu warten. So wie ein Modelscout, der ihn ansprach und ihn an eine Agentur vermittelte.

Unterschenkel aus Carbon

Und für die war Marios Handicap kein Problem: der künstliche Unterschenkel aus Carbon an seinem rechten Bein. Die Behinderung ist angeboren. Mario weiß nicht mal selbst genau, wie diese Krankheit heißt, er erklärt sie aber so: „Irgendwann hat mein Bein aufgehört mitzuwachsen. Es ist vollständig. Das heißt, ich habe einen Fuß, alle Zehen, aber halt verkürzt.“

Im Alltag keine Probleme

Sein Bein endet also nicht in einem Stumpf, wie bei Amputierten. Er stellt seinen Fuß ungefähr dort, wo bei einem gesunden Bein die Wade ist, in seine Orthese. Er selbst hat damit wenig bis gar keine Probleme. Von zuhause aus bekommt er mit, dass das schon okay so ist. Und so nimmt er sein Schicksal als selbstverständlich an und arrangiert sich damit. Wer nicht weiß, dass da etwas anders ist, dem fällt erstmal auch nicht auf, dass Mario nur ein gesundes Bein hat.

 Mailand liebt Marios nordischen Look

Das war auch in seiner Anfangszeit als Model so. Die wenigsten Fotografen bekamen mit, dass sie einen Behinderten vor der Kamera hatten. Oder es spielte für die jeweilige Produktion einfach keine Rolle. So arbeitete Mario wie alle anderen Models auch und machte sich mit der Zeit einen Namen. Dabei half ihm sein Look. Über sein erstes Mal arbeiten in Mailand sagt er zum Beispiel: „Die Stadt war voller italienischer Models – dunklere Typen mit zurückgegelten Haaren. Da stach der Blonde aus Deutschland natürlich raus.“ … Und so zog er sich jede Menge Jobs an Land. Auch in den anderen europäischen Fashion-Metropolen Paris und London arbeitet Mario fortan. Vor der Kamera und auf Runways.

Keine Illusionen

Wenn er über das Modeln spricht, hängt er keinen Illusionen hinterher. Schnell hat er verstanden, dass nach mehreren gelaufenen Schauen und Shootings kein fünfstelliger Betrag am Monatsende auf dem Konto eingeht. Sondern, dass viel Agenturprovision hängen bleibt und dass es auch extrem anstrengend sein kann, sich und vor allem sein Aussehen ständig selbst vermarkten zu müssen. Aber: der Job ist gut für sein Ego – das gibt er zu – er reist viel und im Endeffekt lohnt es sich jetzt auch finanziell.

 Karriereschub bei Michalsky in Berlin

Letztes Jahr bekam seine Model-Karriere nochmal einen Schub. Während der Berlin Fashion Week ist er für den Designer Michalsky in kurzen Hosen gelaufen. Das heißt, seine Orthese war für jeden sichtbar. Mario selbst sagt dazu: „Das war eigentlich nicht geplant und weder von Michalsky noch von mir als PR-Aktion gedacht. Es hat einfach in die Show gepasst.“

Und danach ging es richtig los: Das Echo auf diesen Job hat ihn überrascht. Plötzlich hatte er über 500 Freundschaftsanfragen auf Facebook. Oder wildfremde Menschen schickten ihm Mails.

Vorbild für Menschen mit Behinderung

Sie schrieben, er sei ein Vorbild, weil er trotz seiner Behinderung erfolgreich in einem Job arbeitet, in dem sonst makellose Schönheit gefragt ist. Mario wurde in Talkshows eingeladen, für Interviews in Magazinen und Zeitungen angefragt, er begann mit einem Kamerateam eine Dokumentation über sich zu drehen.

Und dann kam das Angebot von einem Verlag, ein eigenes Buch zu schreiben. Das hat er gemacht, mit Lars Armend, der auch schon erfolgreich zusammen mit Bushido und Rudolf Schenker von den Scorpions Bücher veröffentlicht hat

 Positive Vibes aus Hamburg? Türlich, türlich!

Wer Mario erlebt, der bekommt schnell mit, dass das mit der Biographie keine Masche ist, einfach nur Kohle zu machen. Er ist zwar kein verkappter Motivationstrainer, aber voller positiver Vibes … der Junge reißt einen einfach mit. Auch in dem Buch lässt sich Mario nicht auf seine Orthese reduzieren. Er beschreibt, wie er sie als Werkzeug benutzt, um seinen Wünschen und Vorstellungen näher zu kommen … und er will anderen Leuten damit Mut machen!

Auf jeden Fall lesen,

Euer Christian

 Zugegeben: Ich bin total neidisch, dass Christian den Mario getroffen hat. Und auch mein Kumpel Marc vom Magazin „Streifzug“ hatte gerade ein Date mit Mario in Hamburg. Das Interview könnt ihr in der Oktober-Ausgabe lesen. Seit der Buchveröffentlichung „Mit einem Bein im Modelbusiness“ – Co-Writer ist der Journalist Lars Amend – ist Mario in den Medien auf jeden Fall omnipräsent. Ob im Radio oder in der BRAVO – alle lieben Mario! And I do, too!

Mehr zu Mario – HIER!

Schöner Artikel über Mario im Stern-Online – HIER!

Warum wir Models lieben? Erklärung  – HIER!

Mehr Behind-the-Scenes-Fashion auf BradSticks – HIER!

Marios Buch auf Amazon bestellen – HIER!

Kommentare

  1. Gepostet von Trotz Schufa Kredit am Mittwoch, 18. Januar 2012

    The new Zune browser is surprisingly good, but not as good as the iPod’s. It works well, but isn’t as fast as Safari, and has a clunkier interface. If you occasionally plan on using the web browser that’s not an issue, but if you’re planning to browse the web alot from your PMP then the iPod’s larger screen and better browser may be important.

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