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Das andere Ufer: Bitte Titten statt Typen

Veröffentlicht: Samstag, 15. März 2014

Einen Text über Frühlingsgefühle zu schreiben, ist mindestens genauso problematisch wie sich über Kate Uptons Brüsten zu äußern, Miley Cyrus’ Zunge oder Kim Kardashians Hintern. Weil hier gefühlt bereits alles Tragende gesagt wurde und nichts Neues beizutragen ist. Nicht, dass ich plötzlich irgendetwas gegen Klischee-Themen oder Klischee-Tussen hätte. Ich hätte allerdings auch nichts dagegen, mal über irgendetwas anderes zu schreiben. Anders als Hormonwallungen, meine ich.

Also begann ich, über Architektur der Gotik zu schreiben, über vegane Ernährung und Curling – und das ging, könnt ihr euch vorstellen, komplett in die Hose. War einfach nicht mein Ding. Weil man der eigenen Schublade wohl nicht so leicht entgeht. Ebenso wenig wie dem Frühling übrigens. Denn lässt der erst sein blaues Band wieder wieder flattern durch die Lüfte, kriegt man eher Fleischeslüste als Bock auf vegan – und schaut sich lieber Kate Uptons Kurven in Modezeitschriften an. Viel lieber als Kathedralen oder Curler.

Also wagen wir einfach über das Experiment und schreiben noch einmal über Frühlingsgefühle – die wahrscheinlich genauso oft widerlegt wurden wie der Treibhauseffekt. Fakt ist, dass wir es im Frühling wilder treiben als anderswann. Sobald die Blumen Blüten treiben, sprießen in uns die Gefühle. Die einen schieben das auf den Einfluss von Licht auf ihre Hormone, die anderen auf den Einfluss von leichter Bekleidung auf ihre Hose. Oder ihren Rock.

Eigentlich auch Jacke wie Hose, warum wir wirklich Frühlingsgefühle haben. Hauptsache wir haben sie. Weil sie rocken – und uns aus der Reserve locken. Vor allem, wieder raus zu gehen. Frühstück auf dem Balkon, Grillabend mit Freunden oder Picknick auf der Wiese – plötzlich erscheint uns die Welt wieder weiter als im Winter. Und wir machen eine Frühlingsrolle zurück in die Natur und schauen nach dem Schönen nur. Zum Beispiel Kate Uptons Brüste – mal wieder in Sports Illustrated.

Und sagen wir mal so: Hallo!

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Alle Fotos von James Macari für Sports Illustrated. Kate Upton trägt Beach Bunny Swimwear


Eigentlich ist es völlig hirnrissig, einen Text über Frühlingsgefühle zu verfassen. Weil sie sich sowieso nicht fassen lassen. Zumindest nicht in einen Text. In diesem Fall geht ausprobieren über philosophieren. Legt euch auf eine Blumenwiese und schaut, was passiert. Am besten nicht allein. Im Idealfall mit Kate Upton – oder wenigstens einer Ausgabe der Sports Illustrated.

Und damit zurück zum Problem tragender Texte über Frühlingsgefühle: Allein um die Kurve zu Kates Kurven zu kriegen, war es irgendwie nötig, noch einmal über selbige zu schreiben. Klingt dämlich. Ist es auch. Aber was tut man nicht alles, wenn die Sonnenstrahlen den Hormonpegel pushen und wir uns geschworen haben, keine Push-Nachrichten an Idioten zu schreiben?

Heute also mal Titten statt Typen. Schlimmer kann’s am anderen Ufer nämlich definitiv nicht sein. Bei diesen Strand-Ansichten bleibt nicht der leiseste Zweifel. Fazit: Wir brauchen hier mehr Brüste.

Show me your titts,

kurz-unterschrift11

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