Julia Starp Fairy Tale Heroes Berlin Fashion Week Die Schoene und das Biest

Kleider erzählen: Julia Starp plant Märchenbuch!

Veröffentlicht: Freitag, 23. Januar 2015

Märchenhafte Ansichten: Im Rahmen der Berlin Fashion Week zeigte die Hamburger Designerin Julia Starp neben Styler-Hoodies und edlen Regenmänteln aus ihrer aktuellen Prêt-à-porter-Kollektion vor allem die künstlerischen Facetten ihres Schaffens. Unter dem Thema „Fairy Tale Heroes“ verwandelte sie ihre Models in Märchenfiguren aus verschiedenen Erzählkreisen von der griechischen Mythologie bis zur Sammlung der Brüder Grimm.

Interessant: Den Höhepunkt der extravaganten Couture-Show gab ein Mann: Markus Kenzie verlieh dem antiken Sinnbild betörender Schönheit, der Medusa, beeindruckend Gestalt. Außerdem liefen Topmodel Andrea Caroline Brotschi, Schauspieler Chris Gebert und Lisa Gelbrich, bekannt aus „Germany’s next Topmodel“ (2014), auf der Modewoche für Starp.

 

„Märchenwunscherfüllung!“ Nach Ende der Show bringt Julia Starp ihren Abend auf den Punkt. „Ich wollte schon immer einmal auf Märchen und Mythen arbeiten“, erklärt sie. Dass sie sich diesen Traum ausgerechnet auf der Berliner Modewoche erfüllen durfte, habe sie als Studentin allerdings nie für möglich gehalten. „Alles hat gepasst, alles war perfekt.“

Julia Starp Fairy Tale Heroes Berlin Fashion Week Die Schoene und das Biest

Die Schöne und das Biest (oben); Medusa (unten)

Markus Kenzie als Medusa Julia Starp Fairy Tale Heroes Berlin Fashion Week

Insgesamt präsentierte Starp ihrem Publikum 19 Couture Kleider, die 13 Märchen zuzuordnen sind. Unter anderem gab ihr Brotschi die Eiskönigin, Gebert kam als Bär aus „Schneeweißchen und Rosenrot“ auf den Catwalk. Eine Modenschau mit vielen verspielt schauspielerischen Elementen:

Julia Starp Fairy Tale Heroes Berlin Fashion Week Schneeweisschen undRosenrot

Chris Gebert als Bär (oben); Lisa Gelbrich (unten) als Rotkäppchen – der böse Wolf folgt auf dem Fuße!

Lisa Gelbrich Berlin Fashion week Julia Starp

Und dann war da noch die Medusa:

 

Ob sexy Schneewittchen oder mondäne Prinzessin aus der Erbse, für die laut Stylistin Aleksa Kavalerchik unzählige grüne Pailletten per Hand aufgenäht werden mussten – keine Mühe war Starp zu groß, um die Helden ihrer Kindheit zu inszenieren. Gleichfalls war kein Mix zu wild: In ihrer Kollektion verknüpft Starp Ahimsa Peace Silk mit Flüssiglatex oder zertifizierten Funktionsstoffen. „Wichtig ist mir einzig die nachhaltige Produktion der Materialien“, wie sie betont.

Aber was war nun Starps persönlicher Favorit? Das simpelste der Teile: „Mein Lieblingskleid ist ganz klar das von Sterntaler!“

Julia Starp Fairy Tale Heroes Berlin Fashion Week Sterntaler

Nach der Modenschau war klar, dass die Märchenroben der Designerin nicht im Elfenbeinturm des Modezirkus bleiben werden. Die Nachfrage der Kundinnen habe gezeigt, dass großes Interesse bestehe, sich einen Hauch Märchen für große private Auftritte zu sichern, vielleicht für eine Theaterpremiere, vielleicht für eine Gala. Sicher ist, dass Starp beim Abschluss ihrer Schau nicht zwischen den Models auffiel. „Wüsste ich es nicht besser, hätte ich sie für eines der Models gehalten“, so Gebert anerkennend.

Julia Starp Fairy Tale Heroes Berlin Fashion Week

Die größte Anerkennung gab es hinter den Kulissen übrigens vom größten Fan der Hamburgerin, ihrer Mutter Jutta. Diese nutzte die besondere Gelegenheit, um auf der After-Show-Party einen Hoodie ihrer Tochter vorzuführen – und strahlte dabei mehr als die Damen auf dem Laufsteg. Ich hatte den selben Gedanken.

 

Wenn man schon von der Starp-Limousine in Berlin abgeholt wird, dann trägt man bitte auch Julia Starp.

Chris Gebert Julia Starp Maryanto Fischer Aleksa Kavalerchik Berlin Fashion Week

Mit Julia Starp (Mitte), Chris Gebert (links) und Aleksa Kavalerchi kauf der After-Show-Party

Julia Starp Limousine

Weil nach dem Traum immer vor dem nächsten ist, wird Julia Starp bald wieder beginnen, über neue Projekte nachzudenken. Das erste: ein dickes Druckwerk! „Mein Wunsch ist, die Kleider mit Fotografen, Models und Prominenten noch einmal für Bilder zu inszenieren, um in Verbindung mit Texten ein Märchenbuch entstehen zu lassen.” Das Buch soll ab Herbst erhältlich sein, der Erlös geht dann an die Stiftung für verwaiste Eltern und Geschwister.

Vorerst heißt es „Bye, bye, Berlin“ – bis zum nächsten Mal.

 

Stay fashionable,

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Andrea Caroline Brotschi – Eiskönigin

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