Schmuckdesignerin und Goldschmiedin Anja Grabwoski entwirftfür ihr Label Holly Babies Schmuck und Accessoires für Kinder und Familien. Foto: Reinhard Paul/Pistenknipser.de

Bling Bling: Schmuck für (Holly) Babes

Veröffentlicht: Samstag, 19. Mai 2012

Schmuckdesignerin Anja Grabowski war mal eine der hot chicks in town. Ich bin mir sicher, dass sie direkt daneben stand, als ich meinen 28. Geburtstag nach der Rollerdisco mit einem Strip auf einem dreckigen Bartresen beendete. Dann wurde sie schwanger. Holy Mother… Und tatsächlich: Erstmal habe ich sie in den Clubs noch genauso oft gesehen wie Kate Moss damals in der Vogue: gar nicht! Drei Jahre später laufe ich also Anja wieder über den Weg und stelle fest: Sie ist immer noch eine dieser hot chicks in town. Nur dass ihre Handtasche inzwischen an einem Kinderwagen hängt. Schmuck macht sie immer noch. Heute für Kinder. Und ihre Tochter Leni selbst ist das schönste Aushängeschild für ihr Label HOLLIEBABIES!

Seit Ende meines Zivildienstes gehe ich Gesprächen über Flüssignahrung und Windeln zumeist aus dem Weg, indem ich besonders vertieft in der Vogue blättere, um angeblich Kate Moss zu suchen. Die Frage, ob ich selbst gern Kinder hätte, beantworte ich zumeist mit der auswendig gelernten und monoton vorgetragenen Phrase „Ich nehme deine, wenn sie über 20 sind. Aber wusstest du eigentlich, dass Kate Moss in Paris gerade wieder für Chanel gelaufen ist?“

It’s hip, it’s Vintage!

Als Anja mit leuchtenden Augen von ihren Vintage-Accessoires erzählte, konnte ich mich nicht länger verweigern und rief ihre Facebook-Seite auf.

Labels: Lara, Leon, Zoe – zuerst lasen sich die Schriftzüge auf Armbändern und Anhängern wie ein „Who is who“ der jungen, hippen Namen, die junge hippe Eltern ihren Jungen und Mädchen derzeit geben. Schmunzeln… Dann stieß ich auf einen Claim, der wirklich mein Interesse weckte: „Baby Bling Bling“. Ich liebe Bling-Bling! Besonders Bling-Bling, das es ermöglicht, B-R-A-D in großen Lettern als Gürtelschnalle zu tragen.

Designs sind Ausdruck von Liebe

Jeder, der nicht Victoria Beckham heißt, und eine Schwangerschaft allein wegen des Verlusts der Chanel-Kostüm-Figur ausschließt, wird zu dem Schluss kommen, dass Goldschmiedin Anja aus der Not quasi eine Tugend gemacht hat. Eine sehr schöne übrigens.

Die Designs sind Ausdruck von Lebensfreude, Zärtlichkeit und Liebe“, sagt Anja, die sich inzwischen auf Mutter-Kind-Schmuck ausgebreitet hat und selbst Papa Mayk Holländer nicht ausschließt. Der trägt nicht nur die Familienjuwelen, sondern selbst viel Bling-Bling. Außerdem hat er die Schmucklinien für Marcus Schenkenberg (Gellner Pearls), Esprit und die Kinofilme „Die wilden Kerle“ entworfen.

Lieber keine Kinder…

Anja musste nach Hause, ich in den Club. Als sich Mutter, Leni, der Kinderwagen und die Handtasche weiter Richtung Innenstadt bewegten, war ich umso überzeugter, auf Kinder auch weiterhin verzichten zu wollen. Aber nicht auf Bling-Bling. Auf dem Weg habe ich mir am Kaufgummiautomat einen Ring gezogen. War kein echtes Silber. Aber das kann ja noch werden.

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Kommentare

  1. Gepostet von Kathrin am Sonntag, 20. Mai 2012

    Wirklich schöne Sachen!

  2. Gepostet von Brad am Sonntag, 20. Mai 2012

    das stimmt. hanau, goldschiedestadt :)

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