Weihnachten in Hamburg

Happy Birthday, Weihnachtslied

Veröffentlicht: Sonntag, 2. November 2014

Es kommt diese Zeit des Jahres, wenn Weihnachtslieder nicht mehr nur bei zwei Promille auf einer Provinzparty wirken. Denn mit dem grauen November kommen nicht nur die ersten Anfälle von langen Unterhosen durch. Auch kommen wir zurück an den Punkt, an dem wir anfällig werden für Empfindsamkeiten. Für die leisen Töne: die Harfen der Engel – und ihre Glöckchen. Wenn wir wieder anfangen uns zu wünschen, unter dem Mistelzweig zu knutschen und spätestens sechs Monat später die Hochzeitsglocken läuten zu hören.

Wie oft habe ich im Kopf schon „Ja, ich will gesagt“, sobald ich im Radio Mariah Careys „All I want for Christmas“ hörte. Immer um diese Zeit des Jahres. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Carey ihr legendäres Christmas-Album auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ausgerechnet in der ersten Novemberwoche veröffentlichte. Vor genau zwanzig Jahren. 20 Jahre, in denen ich „All I want for Christmas“ unzählige Male vor mich her gesummt habe. Für den und für den, im nächsten Jahr wieder für einen anderen. Meistens heimlich und leise am Schreibtisch. Wie heute Abend.


Und während ich mich gerade für den Abend style, höre ich wieder dieses Lied rauf und runter und träume davon, wie schön es sein könnte, wenn er und ich irgendwann wirklich unter einem Mistelzweig knutschen könnten. Weil ich ihn mehr will als er sich das jemals vorstellen könnte.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich hätte 20 Jahre auf ihn gewartet. Und jetzt kommt die Zeit, in der das Wünschen wieder hilft. Noch acht Wochen bis Weihnachten. Und so langsam komme ich in Stimmung.

All I want for Christmas is you,

kurz-unterschrift11

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