Hamburg Außenalster Gänsewiese

Hamburg perlt schöner

Veröffentlicht: Donnerstag, 29. Mai 2014

Vorsicht: Folgender Text ist ein volles Klischee – wie der Titel bereits verrät. Wer Hamburg also nicht mag, sollte schnell weglesen, am besten in einen München-Reiseführer. Denn eins steht fest: Im Fußball mag der Süden derzeit unschlagbar sein. Ungeschlagen dagegen die Hamburger Herrlichkeit. Und wo München immerhin Kristallweizen ist, bleibt Hamburg einfach die Perle. Denn nirgendwo perlt der Don Perignon schöner als abends an der Alster.

Es gibt einfach so viele Gründe, Hamburg zu lieben. Vielleicht weil sich die Highlights hier aneinanderreihen wie die Perlen an einer Mesenso-Kette. Wenn ich mit der Bahn durch die Stadt fahre, bin ich ab und an noch immer von der Kette, dass es hier so schön ist. Dann wünsche ich manchmal, dass die U3 am Baumwall stehen bleibt. Damit ich ewig runter auf den Hafen schauen kann.


Gerade schreib mir ein Kumpel aus Frankfurt, von dem ich seit Monaten nichts gehört hatte, auf einen Text: „Hey… du wohnst in Hamburg und postest Bilder von verdammt süßen Jungs. Ich glaube, soooo schlecht geht’s dir nicht.“

Irgendwie hat er Recht. Und immer, wenn es mir trotzdem schlecht geht, gibt es eben diese Plätze und Panoramen, die mich das vergessen lassen. Der Hafen, der Sonnenuntergang an der Außenalster und der Blick über den Jungfernstieg von der Europa-Passage aus kommend.


Alles abgenutzte Postkarten-Motive, ja. Aber wer freut sich nicht über eine Postkarte – oder einen Don Perignon mit Freunden am Wasser? Oder ein Alster-Wasser. Oder einfach eine Currywurst in der Mittagspause – mit Blick auf das Vier-Jahreszeiten, im Frühling, im Sommer, im Herbst, sogar im Winter.

Zwei Jahre ist es bald her, dass ich die hessische Heimat verlasen habe. Und immer, wenn die U3 am Baumwall stehen bleibt, starre ich aus dem Fenster und denke: Dumm wäre es gewesen, nicht zu kommen!

Obwohl es für die falsche Person war, dann sicherlich für die richtige Perspektive: hier zu bleiben, bis der Tod uns scheidet. Und ich endlich den Ring von dem einen Hanseaten habe, der alles vereint, was ich an dieser Stadt so liebe: das Aristokratische, das Dreckige, das Kühle. Weil kein Schweiß schöner auf meiner Haut perlt als seiner. Wenn wir uns küssen. Irgendwo in dieser Stadt…

So in love right now,

kurz-unterschrift2

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