Gift

Gift

Veröffentlicht: Donnerstag, 24. Juli 2014

Im Moment, in dem ich auf „Senden“ klickte, bereute ich meine Nachricht auch schon wieder. Zumindest die letzten beiden Sätze. Ich setzte mich aufs Bett und atmete tief durch. Ich wollte mir gerade eine runter hauen, da wurde mir klar: Ich hätte sowieso nicht anders gekonnt. Der ewige Zwiespalt.


Ich will ihn lieben, aber ich sollte besser die Finger von ihm lassen. Ich will ihn festhalten, aber irgendwas in mir sagt, dass ich besser damit aufhören sollte. Ihn zu küssen, weil ich es zu sehr will. Trotzdem will ich ihn wieder schmecken, obwohl seine Lippen wie Gift auf mich wirken. Gift, das durch meine Adern rinnt.

Also rang ich mit mir, ihn nicht anzurufen.

Weil es sich anfühlt wie ein Stich in mein Herz, wenn ich ihn höre. Manchmal will ich ihn verletzten, um ihn trotzdem meinen Namen schreien zu hören. Ich will ihn nicht berühren, aber er geht mir so unter die Haut.

ich habe mir dann doch eine runter gehauen. Das ordnet die Gedanken. Während ich nochmal über das Küssen, das Gift und den Stich in mein Herz nachdachte, merkte ich, dass ich das alles schon mal irgendwo gehört hatte:

I don’t wanna break these chains,

kurz-unterschrift2

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