Fettes Brot live Hamburg Teenager vom Mars Tour

Wahnsinnsshow mit Fettes Brot: Plötzlich bist du Fan!

Veröffentlicht: Sonntag, 29. November 2015

Es muss ein gigantisches Gefühl sein, die größte Halle in der Stadt zu füllen, in der du groß geworden bist. Auch als Musiker. Daran lassen „Fettes Brot“ beim Abschlusskonzert ihrer „Teenager vom Mars“-Tour in der Hamburger BarclayCard-Arena nicht den geringsten Zweifel. Zwei Zugaben feiern die Brote mit ihren Fans ab, bevor mit den letzten Tönen von „Schwule Mädchen“ die Jungs der Chemnitzer Rock-Kombo „Kraftclub“ die Aftershowparty schmeißen. Über zwei Stunden haben die Hip-Hopper auf Heimspiel dem Publikum da bereits Hit für Hit entgegen geschmettert. „Was da gestern in Hamburg passiert ist war einfach außerirdisch“, wird ein User später auf Facebook schreiben. Zu Recht.

Danke Hamburg!!!Zuhause!

Posted by Fettes Brot on Samstag, 28. November 2015

 

Es wäre nicht rechtens zu behaupten, dass ich Fan der Brote war. 1995 habe ich „Nordish by Nature“ gefeiert, allerdings die „Fantastischen Vier“ favorisiert, die gleichzeitig ihren einzigen Nummer-Eins-Hit „Sie ist weg“ veröffentlichen. Vielleicht war „Jein“ gerade noch auf meiner Hitliste, erst 2005 dann wieder definitiv „Emanuela“ und „An Tagen wie diesen“. Das Deutsch-Rap-Medly von „Rock im Park“ 2013 höre ich fast täglich – Fan war ich trotzdem nie.

Ihr wisst ja, ich bin nach Hamburg gezogen, weil mich nichts heißer macht als nordish by nature Hip-Hop-Jungs. FETTES BROT ist also die perfekte Starter-Party für diesen Samstag. Also raus aus der VIP-Lounge zur schwitzenden crowd da unten? Soll ich’s wirklich machen, oder lass ich’s lieber sein?( ) ja( ) nein( ) jein

Posted by BradSticks – Lifestyle-BLOG on Samstag, 28. November 2015

 

Bis gestern – nicht nur wegen des überirdischen „Nordish by Nature“-Mashups, das den Ur-Hit der Brote in Songs wie „Rock The Casbah“, das „Ghostbusters”-Theme und „I Like To Move It“ mixte. Ganz ehrlich: Ich habe viele, viele Rock-Pop-Rap-Konzerte gesehen, aber selten ein so mitreißendes, was die 11.000 Zuhörer in der Arena sicher bestätigen werden. In keinem Moment wirkte der Auftritt „amerikanisch”, steril einstudiert, dafür immer unglaublich authentisch.

20 Jahre deutsche Hip-Hop-Kultur

Plötzlich entdeckte ich so viel Musik wieder, die mich in den letzten 20 Jahren begleitete, zumeist unbewusst, die sich aus der Dauerberieselung im Fernsehen und im Radio offensichtlich in meinen Gehörgängen festsetzen konnte. Von „Amsterdam“ bis „Bettina“ oder das fabelhafte „Für immer immer“.

Absolutes Highlight, die Blödelnummer „Mein Selfie-Stick“, zu dem die ganze Halle hüpfte. Absolute Wahnsinnsshow, besser als im Fernsehen und im Radio. An Tagen wie diesen will man die Zeit einfach anhalten. Und einfach weiter hüpfen.

Danke, Brote!

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