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Blau wie die Liebe: (I guess that’s why they call it) The Blues!

Veröffentlicht: Mittwoch, 19. Juni 2013

Frag die Menschen nach der Farbe Blau. Lange bevor sie dir von Blue Curaçao, Picasso oder den Blaupausen erzählen, mit denen sie ihr Leben meistern, sprechen sie vom Meer. Frag diese Menschen nach dem Meer und sie erzählen dir von Sehnsucht. Von der Blauen Stunde, wenn die Sonne am Horizont in weite Wasser taucht und aus Meeresrauschen die Melodie der Melancholie macht. Frag mich nach dem Meer. Und ich werde dir von Weite erzählen. Wenn meine Blicke mit den Wellen wandern, wird aus Weite wahre Sehnsucht und aus Sehnsucht sanfte Melancholie. Immer.

And I guess that’s why they call it the blues:

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Die Geisteswissenschafter sagen, Picasso sei tieftraurig gewesen, als er die im Leiden vereinten Liebenden in seinem Gemälde „La vie“ auf die Leinwand brachte. Das Meisterstück der Blauen Periode, die mitten im Farbenmeer des Expressionismus sein Durchbruch werden sollte. Frag Naturwissenschaftler nach dem Durchbruch der Dämmerung, wenn der tiefblaue Himmel zur Blauen Stunde genauso hell ist wie das künstliche Lichts der Leuchttürme, die wir an des Meer gebaut haben. Sie werden verträumt schwärmen.

Der Himmel ist nicht immer blau und das blaue Meer nicht mehr als eine physikalische Illusion. Ein Traumbild aus dem Reisekatalog Richtung Blaue Lagune. Herunter gebrochen ist das Meer lediglich die Leinwand der Lichtbrechung. Doch was genau fühlen Menschen, wenn sich ihr Himmel von Rosarot in Tiefblau verfärbt? Hören sie auf, blauäugig Illusionen hinterher zu hängen, oder lassen sie sich ganz bewusst auf eine Fahrt ins Blaue ein, wenn ihre Gedanken zur Leinwand himmelblauer Traumbilder werden?

So wie in den Reisekatalogen aus dem Jahr 2003: „Fühl dich TUI!“ wie – „True Blue“ und „Into the blue“ in einem Atemzug. Oder von 2011: „TUI: Zeit für neue Ziele!“

 Brad True Blue

But no matter where I go, you’re the one for me, baby, this I know:

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Frag mich nach Blau, und ich erzähle ich dir, dass Blau die beste Blaupause der Popkultur ist, um die ganz großen Gefühle zu beschreiben. Meist melancholische. Ein kalkulierter Kunstgriff vielleicht. Aber von Neil Diamonds „Song sung blue“ bis zu Elvis Presleys „Blue Moon“ doch der schönste Konsens, den die Kunstsprache für das Herz mit den blauen Flecken gefunden hat. Bis heute.

Heute morgen hätte ich mich selbst grün und blau schlagen können. Für die SMS von gestern Nacht, die ich in einer ziemlich schwachen Stunde abschickte. Glücklicherweise kam ich in mit einem blauen Auge davon. Denn du hast nicht geantwortet. Nicht mal wie sonst: „Warst du wieder blau?“ Vielleicht waren es nur Worte. Aber Worte sind alles, was ich habe, um dein Herz zu gewinnen. In meinen blausten Momenten, wenn der Mut mit den Worten auf dem Display wächst wie die Melodie der Melancholie mit jedem Glas Blue Curaçao.

Gerade habe ich noch einmal ganz nüchtern über dich und mich nachgedacht – und unsere Flitterwochen auf Mauritius, die ich gerade in einem Reisekatalog zusammenstelle. Vielleicht hole ich mir bei dir im besten Fall nur den Blues, im schlimmsten gleich ein blaues Auge. Ist mir egal! Beides würde mich nie davon abhalten, dir bis zu den blauen Bergen zu folgen. Bis beim Alpenglühen wir uns wiedersehen. Denn Enzian hin und Alkohol her: Deine blauen Augen machen mich so sentimental. Du bist meine Blaue Mauritius – und das ist dein Song und meine Blaupause:

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Hope you don’t mind /
Hope you don’t mind /
That I put down in words /
How wonderful life is /
Now you’re in the world.

And still I’m feeling blue…

kurz-unterschrift11

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

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