Die Liebe meines Lebens

Warum er immer mein Mister Big bleiben wird

Veröffentlicht: Donnerstag, 12. September 2013

Heute vor vier Jahren traf ich nach Mitternacht in Frankfurt auf einer Party den Mann, den ich oft als Liebe meines Lebens bezeichnet habe, den ich manchmal sogar noch so bezeichne. Wenn ich auf die Elbe schaue und an den Main denke. Der Mann, mit dem alles anfing als alles andere endete.

Bezeichnenderweise war es wohl die schwierigste meiner Beziehungen bis dato. Wenn ich heute an unser erstes Treffen zurückdenke, muss ich trotzdem schmunzeln. Vor allem, weil er sich zumindest in dieser Nacht dafür entschied, mit meinem besten Freund im Z3 nach Wiesbaden zu fahren. Doch er kam zurück und wir blieben zusammen, obwohl wir so unterschiedlich waren wie Frankfurt und Offenbach. Zumindest dachten wir das.

Damit begann, was sich später wie bei Charles Dickens lesen sollte:

Es war die beste Zeit, es war die schlimmste Zeit; es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit; es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens; es war die Zeit des Lichtes, es war die Zeit der Finsternis; es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung; wir hatten alles vor uns, wir hatten nichts vor uns; wir gingen alle direkt in den Himmel, wir gingen direkt den anderen Weg.”
(aus ‘Eine Geschichte von zwei Städten’)

Gestern habe ich euch geschrieben, dass wir Menschen manchmal in neuem Licht sehen. Sobald wir unsere Schubladen öffnen – und unsere Augen. Heute möchte ich das wiederholen. Unbedingt! Denn eine Leidenschaft und eine Trennung später, war er für mich vom größten Idioten der Welt zur größten Inspiration der Welt geworden. Und wären wir noch zusammen, hätte ich nie die Idee gehabt, diesen Blog zu starten. Gleichfalls nicht die nötige Wut. Weil er mein Mister Big war. Die große Liebe, an der du dich reibst, an der du zerbrichst, um dich wieder neu zusammen zu setzen.

Ich setzte mich an den Laptop und begann, mir den Frust von der Seele zu schreiben und die Freizeit zu füllen, die ich plötzlich wieder hatte. In meiner Wut presste ich unser Kind auf die Welt. Sein Vermächtnis, mein Verlangen nach kostenloser Therapie. Es hatte einen Namen:

BradSticks. Es sah fabelhaft aus! Und es war fruchtbar und mehrte sich…

BradSticks.com Header 2011

Wer in den letzten 2,5 Jahren mitgelesen hat, wird gemerkt haben, dass sich nicht nur die Farbe auf dieser Seite massiv geändert hat, sondern auch der Ton. Nicht nur, was ihn betrifft. Das ist gut so. Weil wir nicht nur Menschen manchmal in neuem Licht sehen, sondern auch ihre Geschichten – und unsere eigenen.

Danke, Baby. Für alles. Besonders die Geschichten. Und für unsere werde ich dich immer lieben. Irgendwie.

Und was mich betrifft: Ich sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten, beste Zeiten, schlimmste Zeiten. Das Zeitalter der Weisheit, das Zeitalter der Torheit. Ein Leben das neu beginnt. Immer wieder. In einer anderen großen Stadt vielleicht. Aber unter dem alten, großen Motto:

Brad sticks to bad romances – and the romantic belief in eternal love!“

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Heute nenne ich dich Freund. Das ist die andere Schublade. Aber eine schöne.

I am the city. You let me be,

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