Bierflaschen

Die Dosen meines Lebens, die Flaschen meines Lebens

Veröffentlicht: Montag, 13. Mai 2013

Wenn eine Dose durch ist, kommt die nächste, heißt es. Oder so ähnlich. Und so sammelten sie sich. Wie Piranhas um toten Fisch – auf meinem Küchentisch. Leere Dosen von Henning Senn, Paul Ahner (Namen von der Redaktion geändert) und anderen Flaschen, die sich Bier gern bringen lassen. Ganze 13,25 Euro Leergut gab mir der Kiosk-Mann für meine Männer-Misere. Immerhin. Lehrgeld, das ausgezahlt wird.

Ich trinke gar kein Bier, was die Geschichte der 53 Dosen irgendwie tragisch gestaltet. Jeden Morgen, wenn ich auf die Arbeitsplatte sank, schnell den ersten Wach-Kaffee trank, starrte ich auf den Dosenberg. Es fühlte sich an, als hätte ich ihn selbst geext: übel. Deshalb musste er weg. So wie Geschenke von Ex-Affären, extra große Fleece-Pullover aus den Neunzigern und fünf Ex-Frauen von Heinrich XIII. Der Kiosk-Mann hat genervt gestöhnt. Und ich so: Frag mich mal, man!

13,25 Euro – für einen arbeitsfreien Sonntag eigentlich eine 1A-Einnahme. Aber was mache ich jetzt mit der Kohle? Streng genommen gehören 11,75 Euro davon dir. Vielleicht sollte ich dir von dem Geld Blumen kaufen, Pralinen oder einen Orden. Für den Master of Dosen-Desaster. Vielleicht aber auch nicht.

Ich habe gerade Becks in Dosen gekauft und kalt gestellt. Falls mir mal die Glanz-Haarspülung ausgeht. Oder falls du mal wieder Durst hast. Platz ist auf dem Küchentisch ja wieder. Morgen mustere ich erstmal die Flaschen aus. Dann ist auch wieder Platz im Leben.

Don’t drink and drive & stay fashionable,

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

Kommentare

  1. Gepostet von Sara am Samstag, 18. Mai 2013

    Super geschrien. Weg mit den Flaschen!

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