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Was in den Sternen steht: Die besten Menschen bringt der Zufall

Veröffentlicht: Montag, 28. Oktober 2013

Es gab diese Gelegenheiten, da hätten wir uns kennen lernen können. Vielleicht drei, mindestens eine große. Aber irgendwie hat es immer irgendjemand zu verhindern gewusst. Vielleicht bewusst, weil sie schon ahnten, dass ein Zusammentreffen zwangsläufig in einer abartigen Gefühlsexplosion enden würde. Zumindest gemessen an der Intensität, die hanseatische Gefühlsexplosionen maximal annehmen. Aber wer wäre stark genug, ewig zu trennen, was sich anzieht, als hätten es die Sterne bestimmt?

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Alsterspaziergänge…


Es gab diese Momente, da saßen wir nebeneinander, und es fühlte sich so an, als würden wir uns bereits ein halbes Leben lang kennen. Dabei warst du lange Jahre nur ein Name, der irgendwie immer fiel, wenn irgendjemand in Frankfurt von Hamburg sprach. Bis zu diesem Sonntagabend als der Zufall zuschlug. Ich war neu in Hamburg. Und plötzlich warst du da. Lachtest mich an und sagtest nur: „Hey, ich kenn’ dich von Facebook!“

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Oktoberfeste…

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Sit-ins…


Es gab diese Augenblicke, da sah in deine blauen Augen und dachte: „Und warum hast du mich dann noch nie geheiratet?“ Doch diese Nacht war zu kurz, um zu heiraten, und ich war bereits mehr als angeheitert. Also habe ich nichts gesagt. Ehrlich gesagt war ich froh, dass ich meine roten Bäckchen einfach auf das Bier schieben konnte. Denn längst war passiert, was sie bereits geahnt hatten, bevor wir uns begegnet waren: eine Gefühlsexplosion in maximaler Intensität. Wie immer, wenn mein Funke überspringt. Wie immer, wenn du einer der wenigen bist, die wirklich verstehen, warum ich lieber verbrennen würde als mich mit einem Strohfeuer zufrieden zu geben.

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Modenschauen…


Es gab diese drei Stunden am letzten Sonntag, da wurde mir bewusst, dass du der erste Freund warst, den ich fern von zuhause im hohen Norden gefunden hatte. Und ja, wie schnell vergeht ein Jahr. Wie viel Wasser ist wohl seither die Elbe runtergegangen – und wie viele Drinks unsere Kehlen? Wir sind kilometerweit spazieren gegangen, haben stundenlang die Gedanken kreisen lassen und literweise Wein getrunken. Wir haben zusammen gefeiert, gepöbelt und geflirtet – und als wir uns endlich mal richtig gestritten haben, wusste ich auch, dass du kein Schönwetterfreund bist, sondern einer, der nach dem Gewitter noch immer da ist. Wenn man ihn braucht, schneller als jeder Z4.

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Spritztouren…


Es kam gerade dieser Sturm über Hamburg. Weil meine Bahn nicht fuhr, rannte ich vom Dammtor zum Jungfernstieg. Als ich rechter Hand das Vier Jahreszeiten passierte, hielt ich kurz inne, schaute auf die Alster und dachte: „Schön, dass ich hier bin!“ Denn inzwischen bin ich auch wegen Menschen wie dir hier. Und mit dir besonders gern angekommen. Weil ich im Theater fast neben dir gekotzt hätte, weil ich in der Aufreißer-Bar fast mit dir gekotzt hätte, weil ich während unseres Köln-Ausflugs massiv gekotzt habe – und du mir immer irgendwie den Kopf gehalten hast – oder gewaschen.

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Theaterabende…

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… und immer wir und viel Roséwein.


Die besten Menschen bringt der Zufall. Und du bist ein ganz besonderer. Zufall und Mensch. Weil es die Sterne bestimmt haben. Weil wir Skorpione sind. Und Beziehungen zwischen Skorpionen immer abartig intensiv und hochexplosiv sind – in alle Richtung. Es gibt Momente, in denen muss geschrieben werden, was sonst nur gesagt wird. Dein Geburtstag ist genau der richtige:

Merci, dass es dich gibt, Käsi!

This is 100 % Crew Love,

kurz-unterschrift11(Pichu)

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