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Die absolut relative Anti-Love-Story

Veröffentlicht: Mittwoch, 10. Juli 2013

Warum gewinnen immer nur die absoluten Liebesgeschichten Preise? Wie die von Julia, Cinderella, oder die in Avatar. Geschichten, die uns mit dem unglücklichen Gefühl zurücklassen, auf dem Weg in den siebten Himmel etwas Entscheidendes falsch gemacht zu gemacht haben. Vielleicht weil wir keine Lust hatten, für die preisverdächtige Liebe einen Italiener zu daten, hochpreisige Schuhe zu opfern, oder uns mit preisgünstiger Farbe aus dem Baumarkt himmelblau anzumalen?

Vielleicht gilt bei den absoluten Liebesgeschichten ja wirklich die Regel „Ohne Fleiß kein Preis“. Vielleicht sind sie aber auch nur völlig absurd geskriptet – wie preiswert produziertes Reality-TV auf RTL – und damit völlig weltfremd. Realistischer sind in der Regel die anderen Liebesgeschichten. Geschichten, in denen keiner stirbt, weil es sich nicht lohnt. Geschichten, die meist lange vor Mitternacht enden – und zwar allein im Bett. Geschichten, die ohne einen Krieg der Welten auskommen, weil ihre Schauplätze das nicht hergeben und weit und breit kein Held in Sicht ist.

Ich spreche von relativen Liebesgeschichten – Anti-Liebesgeschichten. Für die gibt es meistens nur einen Spottpreis, maximal noch einen Trostpreis. Zumeist einen, der weniger recht als billig ist. Ironischerweise lassen uns gerade diese Geschichten mit dem glücklichen Gefühl zurück, mit dem Rest der Welt in Einklang zu leben. Weil relative Liebesgeschichten mehr nach dem klingen, was jeder von uns auf dem Weg in den siebten Himmel und zurück auf den Boden der Tatsachen regelmäßig erlebt. Das lese ich aus eurem enormen Feedback zu den letzten Diary-Texten, ob privat per Mail oder öffentlich als Kommentar gegeben.

Deshalb habe ich mich dazu entschieden, die relativen Liebesgeschichten absolut aufzuwerten. Auch weil mir die Frage „Wie geht es weiter?“ zuletzt öfter gestellt wird als die nach meiner Telefonnummer. Was irgendwie dafür spricht, dass ich allein euch zuliebe dran bleiben sollte. An der Flasche. Erspart mir auch zuzugeben, dass ich wegen meiner Anti-Liebesgeschichte mindestens genauso aufgewühlt bin wie Gwyneth Paltrow, als sie 1999 den Oscar für „Shakespeare in love“ entgegen nahm.

Preisfrage: Was schrieb William Shakespeare in seiner großen Liebesgeschichte „Romeo und Julia“ über meine relative Liebe?

  • Ist Lieb ein zartes Ding? Sie ist zu rauh, zu wild, zu tobend; und sie sticht wie Dorn.“
  • Wohl wahr, ich rede von Träumen, Kindern eines müß’gen Hirns, von nichts als eitler Phantasie erzeugt.“
  • Der Liebe leichte Schwingen trugen mich, kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren.“

Was weiter passiert und welcher Shakespeare nun der richtige ist, lest ihr ab sofort in der neuen Kategorie „Anti-Love-Story“. Und ich bin selbst absolut gespannt, wie es mit meiner relativen Liebesgeschichte weiter geht. Fest steht: Ich werde für die absolute Liebe keine Schuhe opfern. Vielleicht…

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It’s complicated, it always is. That’s just the way it goes,

kurz-unterschrift11

Zur ganzen Geschichte – HIER!

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