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Ich würd’ gern wissen, ob du Zeit hast

Veröffentlicht: Dienstag, 4. März 2014

So oft im Leben suchen wir irgendetwas und finden irgendetwas anderes. Anders lässt sich nicht erklären, warum ich noch immer mit dir abhänge, an dir dranhänge, obwohl unsere Anfänge alles andere waren als annähernd das, was ich anpeilte. Ich hab mich so oft für dich schick gemacht, die Jogginghose angezogen, die besten Texte für dich mitgebracht. Aber was hat es gebracht – außer den besten Texten, die ich schreiben konnte? Oder wollte.

Will sagen: So oft im Leben suchen wir irgendetwas und finden irgendetwas besseres. Es war einer dieser Abende, an denen man versiert versucht, nicht zu denken, oder Gedanken wenigstens zu lenken. Weg von dir. Um dich nicht noch einmal zu fragen, ob du Zeit hast. Und wenn du ja sagst, die Jogginghose anzuziehen und die gewohnte Nummer abzuziehen: sechs Becks kaltstellen. Mich nochmal fit gemacht und mich freuen – auf unser Date um Mitternacht.

Also exte ich einen Drink, x-te deine Playlist und spielte Playstation. Stöberte in Online-Shops und stahl mich erfolgreich an meinem iPhone vorbei. Um nicht zu checken, ob der zweite Haken hinter meiner Nachricht hängt. Die an dich. Die dich, fragt, ob du Zeit hast. Und wenn du ja sagst, ob wir uns treffen wollen. In ein paar Bars. Oder einfach hier, wenn nur auf eine Zigarette bei mir.

Mir wurde anders, als ich später beim Surfen irgendetwas von Kanye suchte und auf diesen Track von Rec-Z stieß. Der soviel sagt über dich und mich, was ich hätte schreiben können. Oder wollen. An vertrackten Abenden wie diesen. Wenn ich warte, dass du auftauchst und ich abtauche. In Träume und Texte, die nie aus einer Box dröhnen. Und doch die volle Dröhnung sind. Von allem, was ich denke, wenn ich mich frage, ob du Zeit hast:

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Und wenn du ja sagst: Ich hab alles hier, was wir brauchen können. Lass uns von dem ganzen Stress mal ‘ne Pause gönnen.

Du sagst ich habe die Grenzen deines Reichs boykottiert. Das hab’ ich kapiert und trotzdem nie akzeptiert. Denn so selten im Leben finden wir mal irgendetwas, was wir wirklich gesucht haben. Und ja, ich schätze deine lässige Art, und dann versetzt du mir wieder ‘nen Schock wie ein elektrischer Schlag. In der Tat. Und ja, du bist eine glänzende Persönlichkeit, oder zwei. Das ist mir eigentlich einerlei. Und, ja, ich schätze, ja, ich wette, wir hätten eine perfekte Zeit. Wie immer.

Anders lässt sich nicht erklären, wie du mich zum Ja-Sager machst, warum ich mich schick mache. Kurz vor Mitternacht, wenn ich dich frage, ob du Zeit hast, und du ja sagst, und mein Herz lacht. In der Jogginghose.

Lass uns heute Abend treffen in ein paar Bars. Oder hier, nur bei mir auf ein Bier. Oder zwei. Oder eine Zigarette. Wie gerne ich dein „Ja“ als meine Antwort hätte. Doch da ist ein Haken: Der zweite Haken ist da, du nicht. Und ich frag mich weiter, ob du Zeit hast. Nur du und ich und sechs Becks um Mitternacht. Ich hab alles hier, was wir brauchen können. Wenn du nur auftauchst.

Zeit
Ich würd’ gern wissen, ob du Zeit hast.
Du bringst alles mit, was ich brauch.
Lass uns von dem ganzen Stress mal ‘ne Pause gönnen.
Und ich schätze, ja, ich wette, wir hätten eine perfekte Zeit,

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* Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!
* Inspired by Rec-Zs „Date“

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