BMW Z4 Probefahren Hamburg

Need for Speed – und härteren Haarlack: Im BMW ab an den See

Veröffentlicht: Sonntag, 8. September 2013

Bei 230 Stundenkilometern mit offenem Verdeck merkte ich wieder, dass es völlig in Ordnung ist, sich bedeckt zu halten; die Haare nur zu ganz besonderen Anlässen offen zu tragen. So wurde die Tour im Z4 für meinen Fahrer letztendlich zum Zero-Points-Zeugnis in Sachen Frisur – und für meine Kappe eine Triumph-Fahrt in Sachen Zensur. Denn wer will schon Reflexionen in gelackte Haare sehen, wenn sich die Sonne zu Genüge im glänzenden Lack anbetungswürdiger BMWs spiegelt?

Ich zumindest blieb unter meiner Haube und beobachtete die Landschaft in der Motorhaube.

Der BMW Z4 BMW-Niederlassung Hamburg

Die Liebe zu Sportwagen ist mindestens so schön wie die Liebe im Hafen, besonders wenn sie uns im Eilflug ergreift. Immer wieder. Ein Dutzend mal. In zwölf Autos mit insgesamt 3280 PS. Vielleicht lernt man auf einem alten Kahn segeln. Den Himmel aber lernt man erst in einem neuen Cabrio sehen. Ich wollte verstehen und stieg ein.

Ja, wir waren entschlossen unsere Liebe auf die Probe zu stellen, da verließen wir das herrliche Hamburg bereits Richtung Schleswig-Holstein – ein Ort, den ich zuvor für eine alte Legende gehalten hatte. Wie Atlantis und Avalon. Oder Taka-Tuka-Land. Als wir nach der Autobahn auf der Landstraße gemütlich der Sonne entgegen tuckerten, wusste ich: Es gibt nicht nur Schleswig-Holstein. Es gibt auch gute Gründe, die schönste Stadt der Welt zu verlassen. Zumindest für einen Nachmittag.

Die Einladung der Hamburger BMW-Niederlassung und der Hamburger Sparkasse war zum rechten Zeitpunkt gekommen. Rechtzeitig genug, um uns daran zu erinnern, dass wir irgendwann mal vom Land in die Stadt und dann in eine andere Stadt gezogen waren. Und schon war er wieder da, der alte Wunsch, irgendwann von der Stadt zurück aufs Land zu ziehen. In ein Haus mit Garten und Vorgarten. Je mehr Reetdächer an unseren Köpfen vorbeirauschten, um so redlicher wurde mein Wunsch nach Entschleunigung.

Nur bitte nicht sofort! Denn die Zeit für kalte Cocktails, freshe Frisuren und scharfe Schlitten ist jetzt! Diese waren schnell genug, um uns noch vor Anbruch der Happy Hour vom Plöner See zurück nach Hamburg zu bringen. Wie sollte ich mir BMW später ganz selbstverständlich übersetzen? Richtig: „Boredom must wait!“ Langeweile muss warten!

BMW Z4 BMW-Niederlassung Hamburg

 

Auf mich wird die Reihenhaus-Idylle wohl noch eine ganze Weile warten müssen. Immerhin weiß ich ja jetzt, dass es Schleswig-Holstein wirklich gibt. Und irgendwann werde ich in dieses wunderschöne Land zurückkehren – in einem Z4, in einem Mini oder einfach in einer Kutsche. Auf jeden Fall mit offenen Haaren. Bis dahin bleibe ich einfach, wie ich bin: fast and furious – und vielleicht ein ganz klein wenig romantisch.

 

[youtube_sc url=”http://www.youtube.com/watch?v=kQVWYu4BdMo”]

Douze Points for Speed,

kurz-unterschrift11

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

Antworten

Teil mir Deine Meinung mit. Ich freue mich über Feedback!