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Den Froschkönig (gegen die Wand) geknallt

Veröffentlicht: Sonntag, 13. November 2016

In alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, reichte es bereits, eine stattliche Uniform mit markant männlicher Militärnote anzulegen, um alles flachzulegen, was nicht bei drei im nächsten Brunnen saß.

Ich sage euch, dass das noch immer funktioniert. Vorausgesetzt, wir beantworten eine entscheidende Frage klar zugunsten der Killerlooks: Ein Karnevalskostüm mit Orgasmus-Garantie, oder muss es vor allem originell sein?

God save the United States of America #usa

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Mir war schon immer klar, dass Originalität noch nie der Weg zum Orgasmus ist, weil es der Mensch dann doch platt braucht. Also entschied ich mich für „von der Stange“ – die Airforce-Uniform aus „Top Gun“. Denn hast du die an, hat dein Gegenüber das Rohr zuzusagen save. Sagen wir mal so: Für Zucht und Ordnung im Zoo der Kölner Karnevalskostüme sorgten am Elften Elften in Köln vor allem falsche aber fesche FBI-Agenten und viele verdammt hübsche Fake-Fliegerjungs. Vielleicht war das der Grund für die vielen flirtenden Fabelwesen: Einzigartigkeit wirkt wertvoll, Masse dagegen überzeugend.

#friends #frankfurt Ein von Maryanto Fischer (@maryanto_fischer) gepostetes Foto am

Dass ich am Ende trotzdem nur mit einem Frosch abstürzte, war wahrscheinlich die smarteste Entscheidung seit ich beschlossen hatte, unbeirrt von vegetarischen Wahnsinnigen um mich herum einfach weiter Fleisch zu essen.

Ich mag kein Gourmet sein, Froschschenkeln allerdings konnte ich noch nie widerstehen. Und während wir uns küssten, kam mir in den Sinn, was ich bei den Brüdern Grimm einst verinnerlichte: Klatsch den Froschkönig gegen die Wand und warte, bis er sich in einen blonden Jüngling verwandelt. Dann heiraten.

#omg #wtf

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Glücklicherweise habe ich einen todsicheren Radar für blonde Jungs, so treffsicher, dass er selbst drei Kilo grüne Schminke und weitere fünf plüschigen Stoff durchschaut. So wurde mein Karnevalscomeback, das eigentlich mein Köln-Comeback war, wahrhaftig zum sagenhaftesten Samstagmorgen seit ich die Hanna-Barbera-Show nicht mehr auf RTL läuft. Warum ich euch das erzähle? Einfach, weil ich als LT Pete „Maverick“ Mitchell einfach unglaublich gut aussah – und die Zukunft rosig. Denn wie heißt es im Froschkönig: „Und wirklich, am anderen Morgen kam ein Wagen herangefahren, mit acht weißen Pferden bespannt, die hatten weiße Straußfedern auf dem Kopf und gingen in goldenen Ketten.“ Und irgendwie hoffe ich ja doch ein wenig, dass der Froschkönig demnächst mit einer Kutsche vor der Tür steht und sich an die Kette legen lässt. Einfach, um ihn nochmal gegen die Wand zu klatschen. Martialisch militärisch. Und nochmal, und nochmal, und nochmal. Dann Kinder kriegen und dieses „und sie lebten lange vergnügt zusammen“-Ding.

 

It’s the end of the #party and the #morning seems so grey. So alike yesterday… * #guy#hamburg #cologne

 

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Hört nicht auf, an Märchen zu glauben,

kurz-unterschrift11

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