girls just wanna have fun - finden cindy lauper und coquette

Gastbeitrag von Coquette: Bekenntnisse eines Nicht-Singles – Lust oder Frust?

Veröffentlicht: Montag, 21. November 2011

Ich habe wieder Post bekommen. Heute von meiner Freundin Coquette. Die will mir ernsthaft erzählen, dass sie manchmal gern mit mir tauschen würde. Ich kotze. Denn Luxus ist wirklich, einen Freund zu haben, aber heimlich darüber zu sinnieren, wie es ohne wäre. Wir wollen eben immer genau das, was wir nicht haben. Aber ich sage Dir, Honey: Auch im Solistenleben fehlt es oft an Glanz. Was hat Coquette also zu sagen? 

Coquette schreibt:

Wir möchten immer GENAU DAS bekommen, was andere schon haben. Das fängt beim Haarschnitt von Jennifer Aniston an und hört beim Beziehungsmodell der besten Freundin auf. Irgendwie scheinen die anderen immer schöner, erfolgreicher und glücklicher zu sein. Und gerade, was Partnerschaften angeht, so haben es die anderen doch eigentlich immer besser als wir.

Was, DEIN Mann hört Dir immer zu, wenn Du von Deinem anstrengenden Arbeitstag erzählst? Ach wirklich, DEIN Schatz bringt Dir also jeden Sonntag das Frühstück ans Bett?? Oder auch: Schön, dass Du ÜBERHAUPT jemanden hast!

Brad ruft Shizophrenie hevor: Mitleid und Neid!

Mein Lieblingssingle nach Bridget Jones, Brad Shaw, ruft in mir als Teil eines festen Beziehungsgeflechtes ganz schizophrene Reaktionen hervor, die von aufrichtigem Mitleid bis hin zu unverholenem Neid reichen. Sicherlich, eine unbelegte Doppelbetthälfte ist gerade an kalten Wintertagen kein Vergnügen. Tatsächlich freue ich mich dann auch über kuschelige Stunden zu Zweit vor dem Fernseher, vor uns eine dampfende Schüssel gemeinsam gekochter Spaghetti Bolognese. Sorry Brad!

Die andere Perspektive: Der Beziehungsalltag

Und auch den Alltag miteinander zu teilen, kann ein wahrer Segen sein, denn bekanntlich ist geteiltes Leid halbes Leid, und geteilte Freude soll sich sogar noch verdoppeln. Nur kann jeder Segen zugleich auch ein Fluch sein, und so vermisse ich doch dann und wann als sensible Vertreterin der weiblichen Spezies das nötige Maß an Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Anteilnahme.

Welcher Mann nimmt uns schon verständnisvoll und tröstend in die Arme, wenn wir mit fast tränenerstickter Stimme verkünden, dass der Absatz unserer neuen Louboutins dem Kopfsteinpflaster in der City zum Opfer gefallen ist? Eben! Und welche Frau hat jemals eine ernsthafte Antwort auf Fragen wie ‚Schatz, findest Du mich eigentlich zu dick’ oder ‚Liebst Du mich noch’ bekommen. Wer jetzt ‚Hier, ich’ schreit, darf sich bitte persönlich bei mir melden. Viele enttäuschte Erwartungen als bitterer Preis für ein bisschen liebevolle Zweisamkeit? Mr. Shaw, in diesen Momenten würde ich glatt mit der klammen Doppelbetthälfte tauschen wollen.

Lust auf Selbstbestimmung und Freiheit

Und selbst in der idyllischsten Zweierbeziehung gibt es immer mal wieder diese Momente, in denen man sich ein kleines bisschen mehr Selbstbestimmtheit und Freiheit sehnsüchtig herbeiwünscht. Wer nicht weiß, was ich damit meine, der sollte einfach mal an einem Samstagabend im knappen Minikleid seinem Liebsten verkünden, dass man sich jetzt mit seinen Mädels einen schönen Abend im Szene-Club mache. Selbst in der tiefsten Single-Depression darf Brad zumindest noch tief dekolletiert und angetrunken über die Stränge schlagen, ohne dass er danach auf frischer Tat ertappt und verlegen nach Ausreden suchen muss.

Und dann wieder denke ich mir, zwischen all den undekorativ auf dem Boden verteilten Socken, den Schnarch-Arien in der Nacht und dem typisch männlichen ‚Elefant im Porzellanladen’-Syndrom, dass ich eigentlich mit niemandem tauschen möchte. Cause…

…baby, you’re making a fool of me (Beyoncé, Crazy in Love)

Eure Coquette

Coquette betreibt ihren eigenen StylingBlog, arbeitet als freie Modejournalistin, unter anderem für Edelight.

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Kommentare

  1. Gepostet von Mirja am Dienstag, 22. November 2011

    Schöne Seite hast du, Coquette

  2. Gepostet von Gooseberry am Dienstag, 22. November 2011

    Meeeensch, das ist aber auch unfair. Man sollte einen Mann nie die böse Frage nach der eigenen Figur stellen. Da kann er nur verlieren und meist denken sie ja so was wie: ja Spatz, du hast ein bißchen zu viel Speck auf den Hüften, aber ich finds knuffig :). Wollen wir aber auch nich hören :).

  3. Gepostet von Sani am Dienstag, 22. November 2011

    echt guter Text :)

  4. Gepostet von Coquette am Dienstag, 22. November 2011

    Danke Ihr Süssen!
    @ Gooseberry: Ach sooo, ich stelle einfach nur die falschen Fragen… Jetzt komme ich ins Grübeln ;-)

  5. Gepostet von Brad am Mittwoch, 23. November 2011

    yes!

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