Coca Cola Journey Hamburg Hafencity 2

Spontane Gesten der Freundlichkeit: Was uns zieht. Und wer.

Veröffentlicht: Montag, 29. Juli 2013

Unser erstes Treffen war unter aller Sau. Oder einfach ungewöhnlich – je nach dem, was der eine oder andere für gewöhnlich hält. Oder selbstverständlich. Nichtsdestotrotz haben wir uns wiedergesehen. Zufällig zu einem wenig ungewöhnlichen Anlass. Ich spürte Nicks Zögern im Nacken und zauderte. Als ich endlich bereit war, beide Backen zusammen zu kneifen und mich umzudrehen, zauberte er ein Lächeln hervor, das Eis bricht. Und er sagte: „Moin!“

So einfach ist das manchmal nach Mitternacht auf St. Pauli. Pauschal gesagt auch im Leben. Denn oft sind es nicht unbedingt die ganz großen Gesten, die glücklich machen. In dieser Nacht war ich sogar überglücklich, den Weg Richtung Wartenau nicht allein antreten zu müssen. Irgendwie schafften wir es noch von der Bar zur Bahn und waren alsbald angekommen. „War mir eine Freude“, sagte ich, bevor ich die Straße runter zu meiner Wohnung zog, er die andere hoch zu seiner.

Seither hat sich die Zahl unserer nicht-zufälligen Treffen permanent nach oben geschaukelt. Daran musste ich denken, als wir uns heute Morgen in der HafenCity entgegen schaukelten. Wieder legten wir einen gebremsten Start hin, kamen dann aber richtig in Fahrt. Im dritten Anlauf erwischten sich unsere Hände, als ich meine Bahn gerade runter, und er seine schon wieder hoch zog. High Five für Freunde – und die Freude.

Coca Cola Journey Hamburg Hafencity

Coka-Cola Journey - Schaukeln in der Hamburger HafenCity

Coca-Cola-Journey – Schaukeln wie in San Francisco mitten in der  HafenCity

Als „Random Act of Kindness“, eine spontane Geste der Freundlichkeit, hatte „Coca Cola“ die Schaukeln an den Magellan-Terrassen installiert: „Sei verrückt! – Mach anderen eine Freude!“ Wir waren schnell infiziert und aufgesprungen.

Spontane Gesten der Freundlichkeit sind unter Freunden nicht selbstverständlich, aber auch nicht ungewöhnlich. Wie bei unserem letzten Treffen: Ich spürte, dass Nick keinen Moment zögerte, zu verzichten, als ich verzweifelte. Und ich zweifelte nicht an seinem Wort. Ich musste ihm nicht die Pistole auf Brust setzen. Er hatte längst den Schulterschluss geübt. Ich gab ihm die Hand: „Danke!“

In Freundschaften geht es nicht nur um geben und nehmen. Es geht auch um tun und tunlichst nicht. So einfach ist das manchmal: Kleine, spontane Gesten können Tage retten, wenn Freunde hinter dir stehen. Oder Montage, wenn Freunde vor dir sitzen. Im Leben wie auf der Schaukel gilt: Leichter geht’s mit Rückenwind und ‘ner Hand, die dich hochzieht.

Make it last forever.
Friendship never ends,

kurz-unterschrift11

Mehr aus meinem Tagebuch – HIER!

Kommentare

Antworten

Teil mir Deine Meinung mit. Ich freue mich über Feedback!