Spice Girls - Union Jack - Geri Halliwell

Brits do it better!

Veröffentlicht: Freitag, 25. März 2011

Das Label “Von den Machern von Bridget Jones und Tatsächlich Liebe” zieht immer. Zumindest bei mir. Und ich kaufte. DVD für DVD. Die britische Liebeskomödie bleibt einfach die letzte Hoffnung der Thirty-Something-Singles. Schaut euch nur Geri und die Spice Girls an: Everybody wants to be like them!

Wer hat sich noch nicht dabei ertappt, alleine eine Flasche Rotwein zu trinken und dabei lauthals “All by myself” zu singen? An einem Abend, an dem das Telefon kein einziges Mal und die Türglocke schon gar nicht geklingelt hat.

Bridget: Single-Ikone

Und genau diese Stimmung ist die gefühlte Ausgangslage aller dieser britischen Liebeskomödien von “Notting Hill” bis “About a boy”. Aber Bridget Jones, die Ikone der Chick Flick-Movies. Denn niemand sonst hat uns derart theatralisch gezeigt, dass peinliche Single-Verzweiflung nicht zwangsläufig ins Kloster führen muss.

Ehrlich gesagt war ich letztens derart verzweifelt, dass ich sogar die frisch verlassene Carmen Nebel oder meinetwegen auch den derzeit sicherlich ebenfalls einsamen Kachelmann gedatet hätte. Just for entertainment.

Der Nächste, bitte!

Gibt es eine Schmerzgrenze, an der man einfach mal von seinem hohen Ross runterkommen und jeden daten sollte? Es ist ja nicht so, dass es keine Angebote gibt. Aber meistens denke ich mir einfach: “NEXT!” Noch ein schlechtes Date ertrage ich einfach nicht.  Da verbringe ich den Abend doch lieber mit Bridget. Und wenn nur, um mich nach 90 Minuten besser zu fühlen. Weil man sich auf der Suche nach der perfekten Beziehung offensichtlich noch mehr zum Affen machen kann als es uns Normalos gelingt.

Die Oma-Unterhose

Oder doch? Eine Freundin erzählte mir letztens, dass sie in einer Bar heftig mit einem Juristen aus Barcelona tumgeknutscht hat. Und als es dann um die “Gehen wir noch weiter einen Kaffee trinken?”-Frage ging,  sei ihr plötzlich eingefallen, dass sie eine gestreifte Oma-Unterhose an und sich die Beine nicht rasiert hatte. Deshalb schrie sie für den Typen plötzlich völlig überraschend: “Wenn du denkst, dass ich jetzt mit dir in dein Hotelzimmer gehe, hast du dich geschnitten. Da haste doch Pay-TV” Leute, ich kenne ihre Tonlage… das war bestimmt hart!

Auf jeden Fall rannte sie zu ihrem Auto und fuhr los – über sich selbst mehr als verärgert. “Ich hätte einfach sagen können, dass ich meine Tage habe.” Das Ende vom Lied: Sie ist für seine Frunde nur noch das Pay-TV-Girl und sie könnte sich in den Arsch beißen, “denn der Typ war echt hot.”

Fast könnte diese Szene Teil einer der besagten Komödien sein, denn die Briten nehmen selbst das Single-Dasein mit bestechend sarkastischem Humor.

In diesem Fall gäbe es aber Hoffnung: Am Ende kriegen sie sich alle. Und das sieht dann immer so schön aus wie im Abspan von “Love, actually”. Und ganz ehrlich: Da muss ich immer mitheulen. Vor Rührung.

Welche Filme guckt ihr an frustrierten Single-Abenden. Vielelicht doch lieber “Eiskatle Engel?”

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