Starschnitt-Jason-Priestley

BRAVO-Jugendlieben, Geschmacksverirrungen & meine wahre, große Liebe aus der Klosterschule

Veröffentlicht: Dienstag, 16. August 2011

In meiner Unter- und Mittelstufenzeit war ich in jedes heiße „Girl“ und in jeden coolen „Boy“ aus meiner Klasse mindestens eine Woche lang verknallt. Bereits zum Abitur fragte ich mich: Was hat mich da bitte geritten? Was meine BRAVO-Lieben betrifft, sieht die Bilanz nicht besser aus. Heute kann ich immerhin zugeben: Sorry, Tobi Schlegl – ich habe dich nur verarscht!  Und er war nicht das einzige Opfer meiner Promi-Obsessionen; Ex-Nationalkicker Pierre Littbarski war übrigens das schlimmste. Zumindest gegen Angelo Kelly war ich immun. Trotzdem: Hosen runter!

Brad Shaws kleine LIEBES-Galerie

Angelo Kelly und Pierre Littbarski

Ich lache gern und oft über meine Freundinnen, die in den 90er Jahren in Angelo Kelly verknallt waren. Denn Angelo sah damals aus wie ein Schwein mit langen Haaren. Andererseits frage ich mich, was ich an Ex-Nationalkicker Pierre Littbarski fand: zwergenhaft klein, komisches Grinsen und ein Vokuhila der peinlichen Extraklasse! Heute entschuldige ich die jugendliche Geschmacksverirrung gern mit dem allgemeinen Fußballfieber, das mit dem WM-Sieg 1990 in Rom selbst auf mich überschwappte.

Kurz gesagt: Pierre Littbarski hatte alles, was ich heute überhaupt nicht mehr sexy finde. Das Beste an ihm war noch das Goldkettchen, das mir allerdings besser steht.

Tobi Schlegl und der Fake-Fanclub

Zu den Hochzeiten des Musiksenders VIVA war ich unsterblich in Interaktiv-Moderator Tobi Schlegl, damals 18 Jahre alt, verknallt. Deshalb gründete ich mit meiner Cousine Tammy den ersten Tobi-Schlegl-Fanclub. Der Haken: Es gab tatsächlich nur zwei Mitglieder. Das Gute: Im Fernsehen sah das immer ganz anders aus. Denn wir fälschten Unterschriften von Freunden was das Zeug hielt, bevor wir Tobi Faxe ins Studio schickten. Die rollten dann immer aus dem legendären Interaktiv-Fax-Mund heraus und wurden dank unserer Penetranz und VIELER falscher Signaturen zumeist auch vorgelesen. Sorry, Tobi… but we really, really loved you!

Später wurde mir Tobi zu alternativ. Und irgendwann verlor ich ihn ganz aus den Augen. Inzwischen hat er das Buch „Zu spät? So zukunftsfähig ist Deutschland“ (Rowohlt) veröffentlicht und moderiert das Satiremagazin „Extra 3“. Das wichtigste: Er sieht wieder RICHTIG hot aus!

Erika Eleniak oder doch Billy Warlock?

Anfang der 90er Jahre war ich wie jeder anständige Junge in Baywatch-Nixe Erika Eleniak verknallt, die ihre Dauerwellen-Frisur noch aus den 80er Jahren hatte und nie so viele Titten haben sollte wie ihre Nachfolgerin Pamela Anderson. Im Nachhinein betrachtet frage ich mich, ob die zarte Liebe zur schönen Erika eigentlich nur entstand, weil ich mich nicht traute, mein Herz an ihren Baywatch- und Real-Life-Lover Billy Warlock (der mit den verträumten Rehaugen) zu verlieren. Damn…

Nick Carter und das große Blondieren

Sein britisches Pendant, Mark Owen von Take That, habe ich mal im Frankfurter Woolworth auf der Zeil getroffen. Backstreet Boy Nick Carter blieb leider immer weit außerhalb meiner Reichweite. Trotzdem ist meine Traumliebe mit Nick unter meinen Schulfreunden legendär.

Die Obsession ging nämlich so weit, dass ich mir 1996 die Haare bei Heidis Haar-Design in lovely Großkrotzenburg wie er blondieren ließ –  und fortan nur noch mit Mittelscheitel und amerikanischen Baggy-Klamotten über den Pausenhof schwebte (mehr HIER).

Glücklicherweise war meine Liebe zu Erika Eleniak nicht so groß. So blieb meiner Klasse der rote Badeanzug im Schwimmunterricht erspart. Übrigens: Als Nick fett wurde, war ich längst über ihn hinweg.

Jason Priestley und der Starschnitt

Anfang der 90er Jahre mussten sich Mädchen und ich entscheiden: Nachdem man dem Kult um die Serie „Beverly Hills 90210“ anheimgefallen war, konnte man entweder von Dylan-Darsteller Luke Perry oder von seinem Counterpart Jason Priestley schwärmen, der Brandon Walsh gab. Während Perry in Jugendmagazinen als moderner Draufgänger im James-Dean-Look vermarktet wurde, war Brandon der Softie von nebenan. Mit Dylan wollte man schlafen, mit Brandon kuscheln.

Ich gehörte zur Jason-Fraktion. Monatelang war das erste, was ich nach dem Aufstehen sah, sein Starschnitt aus der BRAVO über meinem Bett. Zusammengebastelt aus ungefähr 20 Einzelteilen.

Die wahre, große Liebe

Nach weiteren Promi-Experimenten – unter anderem mit Justin Timberlake (nach N’SYNC), Lukas Podolski (vor seiner EHE) und Jochen Schropp (mehr HIER) – fand ich tatsächlich die wahre große Liebe. Und letztens sagte ich: „Du bist die Liebe meines Lebens. Aber das macht mich manchmal abgrundtief unglücklich.“

Fazit: Die BRAVO-inspirierten Jugendlieben landen zwar nie mit dir im Bett, andererseits sind sie immer so perfekt wie es die großen Lieben aus dem echten Leben nie sein werden. Da bleibt nur noch ein Zitat aus dem Megaschnulzen-Hit „Gib mir Sonne“ von Rosenstolz:

„Manchmal muss das Leben weh tun. Nur was weh tut, ist auch gut!“

Übrigens vielen Dank an lovely Danny, der mich beim Lunch heute daran erinnert hat, dass nichts schöner ist als eine Jugendliebe – und nichts wichtiger als um die eine große Liebe zu kämpfen.

Love, shine a light – HIER das Video dazu!

Never give up on the greatest love of all,

Mehr zur Liebe?

Frust, ich bin dann mal weg – mehr HIER! / Hilfe, mein Marktwert ist DESASTRÖS – mehr HIER! / Ich date, also bin ich – mehr HIER / True Blue, baby I love you – mehr HIER! / Peinliche SMS von gestern Nacht – mehr HIER!

Mehr 90er Jahre?

Streifzug durch die 90er Jahre – HIER! / Das Lexikon der Jugendsünden – HIER! / MTV wird 30 und uncool – mehr HIER!

Mehr Fernsehmoderatoren?

Jochen Schropp ist so hot – mehr HIER! Ende August kommt er übrigens mit der zweiten Staffel X-Factor auf VOX zurück in die Primetime!

Kommentare

  1. Gepostet von Isi am Dienstag, 16. August 2011

    Saucool :) Hut ab, dass du DIESES Foto veröffentlicht hast :))))
    Da gäbe es noch ein anderes mit Plastiksäcken um die Schuhe ;)

    Bussi

  2. Gepostet von Brad am Dienstag, 16. August 2011

    Ich haette noch gern die braune Alpha-Jacke zurück. Wir machen demnächst mal TG Revival. Mit Fotoalben. And… Call me, Honey!

  3. Gepostet von Bom am Dienstag, 16. August 2011

    Ich glaub da ist ein fehler: die wahre große liebe gibt es nicht. Entweder findest du die große liebe oder du hast glueck und findest sogar die wahre liebe ;) beides zusammen kommt dem sechser im lotto gleich – plus zusatzzahl!!!

  4. Gepostet von Brad am Dienstag, 16. August 2011

    interessante Differenzierung. Ich werde mal drüber nachdenken.

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