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Bonn Voyage (Ja, ich kann Französisch!)

Veröffentlicht: Montag, 19. August 2013

Es ist Montag, 19. August 2013, 0:26 Uhr. Ich bin wieder am Mic, beziehungsweise am Mac. Und ich habe beschlossen, jetzt das letzte Kapitel der Anti-Love-Story abzutippen. Genau jetzt. Kurz und schmerzlos. Um euch weniger zu foltern als mich: Letztendlich kam es wie es kommen musste, nämlich NICHT zum Happy End. Nicht, dass das keiner von euch wusste, nur manchmal ist der Autor eben dümmer als seine Audienz. Damit kann ich leben. Mit anderen Dingen weniger.

Plötzlich hob sich das Niveau wieder… Also nick bitte Digga, wenn du weißt, was ich mein:

Der eine Zug war abgefahren, der andere nach Bonn. Ich stand am Gleis und wartete auf die S-Bahn Richtung Osten. Unterzuckert, übermüdet und über alle Maßen amüsiert. Über mich selbst. Über meine Dummheit. Und über die Tatsache, dass ich im Sommersalon am Hamburger Berg am schlechtesten Tag des Jahres die beste Nacht des Jahres zum Tag gemacht hatte. Und eine Einsicht erlangte. Zugegeben: Meine Sicht war lange zu getrübt, um wenigstens auf die Aussicht auf Einsicht hoffen zu dürfen. Doch plötzlich war sie da. Wie ein leuchtender Geistesblitz. Die Einsicht. Und eine schöne Aussicht.

Als ich in seine leuchtenden Augen schaute, wusste ich wieder, was ihr längst wusstet und ich bewusst verdrängt hatte: Auch andere Mütter haben hübsche Söhne mit leuchtend grünen/grauen/blauen Augen. Augenblicklich war mein Blick wieder klar.

So begann ich, mit diesem einen der anderen Söhne zu reden. Über seinen Job, über meinen Job. Über Bonn und Hamburg. Über seine Mutter. Die wohnte offensichtlich in einer anderen Stadt.

Als der Zug nach Bonn abfuhr, stand ich am Gleis und wartete auf die S-Bahn Richtung Osten. Unterzuckert, übermüdet und überaus glücklich. Nicht, weil er wieder auf dem Weg nach Bonn, sondern weil ich wirklich auf dem Weg der Erkenntnis war: Ich hatte mich exklusiv für einen Idioten zum Idioten gemacht! Also bog ich ab.

Dann dämmerte es mir: Und ich musste endlich das Ende der Anti-Love-Story schreiben. Also setzte ich mich an die Tastatur. Kurz und schmerzlos. In diesem Fall ist das Ende eine Erkenntnis:

Wir sollten aufhören, wenn es am schönsten ist – und das Spiel am hässlichsten.

Gerade am S-Bahn-Gleis dachte ich: Wer seine Augen vor allem verschließt, sieht zwar das Übel nicht, aber eben auch nicht, wie viele andere schöne Dinge es da draußen gibt. Zum Beispiel andere schöne Söhne mit leuchtenden Augen. In diesem Sinne:

Goodbye my almost lover!

Und: „Bonn Voyage!“

– Ende –



You won’t be lost, hurt, tired and lonely. Something beautiful will come your way.

I had a blast,

Brad Unterschrift

Die ganze Geschichte – HIER!

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