Heartbeats aus dem Herzen Hasmburgs

Cosmos, Kerle und Kolumnen: Wenn das Herz heftig schlägt

Veröffentlicht: Montag, 11. November 2013

Es gab Gründe, ausgerechnet in diese Stadt zu ziehen. Ich hatte mich nicht verrechnet: Der beste ist 182 groß, blond uns blauäugig. Der allerbeste. Als ich hier ankam, war ich trotzdem blauäugig. Und er? Er kam, und kam und kam. Wieder und wieder. Während der ersten Zigarette danach hörte ich in meinem Kopf bereits die Hochzeitsglocken läuten, nach der dritten Kindergeschrei und spätestens nach der zehnten nur noch mein Herz schreien. Nach der Supernanny. Dann nach Liebe oder so. Denn Liebe geht durch den Hafen. Aber er wollte nicht Anker werfen.

Inzwischen date ich ihn 15 Monate – genauso lang wie diese Stadt. Langsam glaube ich, dass es wirklich ernst wird. Nicht zwischen ihm und mir, sondern zwischen mir und der Stadt. Nicht ernst genug, um in ein Reihenhaus im Grünen zu ziehen. Ernst genug aber, um diesen Blog nah ans Wasser zu ziehen, wo er irgendwie auch gebaut ist. Denn ich habe mich verliebt. In ihn, aber eben auch in die Stadt.

Im Grunde bringt meine Perle alles mit, was wir vom idealen Partner erwarten: Samstagnachts ist sie so dreckig wie das Treiben auf den Straßen St. Paulis, wenige Stunden später, beim Sonntagsspaziergang mit unseren Eltern, kommt sie wieder so clean daher wie das atemberaubende Alsterpanorama. Im Herzen bin ich immer Hesse geblieben, nur schlägt das Herz jetzt hanseatisch – und zwar ziemlich heftig. Für den Hafen, den HSV, natürlich auch für die herrlichen Hanseaten. Besonders für den einen. Aber der gibt sich weiter wie das Wetter über Hamburg: wechselhaft. Stündlich wechselhaft. Und unzuverlässig.

Heartbeats aus dem Herzen Hasmburgs

Heartbeats aus dem Herzen Hamburgs

Ja, es gab Gründe in diese Stadt zu ziehen. Im Grunde war es eine mir eine lang gehegte Herzensangelegenheit. „Ich habe nicht mein ganzes Leben lang blonde, blauäugige Jungs gedatet, um jetzt ans Tor zum Süden zu ziehen“, wog ich die beiden Jobangebote blauäugig gegeneinander ab – und ab ging’s in die Vorbereitungen. Damit war München raus und ich schon mit einem Bein im ICE nach Hamburg. Ohne Mitvertrag, dafür mit einem Koffer voller cooler Sneakers. „Ich habe jahrelang jemanden gesucht, der genauso ist wie du“, habe ich ihm letzte Woche gesagt. Ich blöde Kuh.

Katastrophe um Katastrophe hatten wir uns von Date zu Date gerettet wie Schiffbrüchige auf Inseln, waren nie zum Spaziergang an den Landungsbrücken gelandet, immer aber im Bett. Er hatte Argumente, ich war arglos-unbekümmert genug, um ihm eine All-Inclusive-Flat einzurichten. Ich zahlte sie mit Kummer, wie ihr hier oft lesen konntet. Manchmal. Manchmal aber auch nicht. Im Grunde hatte ich eine Menge Spaß, seit ich in Hamburg angekommen bin. Eine riesige Menge Spaß. Deshalb habe ich mich entschieden. Nicht für ihn, aber für diese Stadt. Endgültig.

Das alles seht ihr fortan endlich auch am neuen Layout von Designer Paul Dahlhoff, geadelt mit einer wunderschönen Hafenansicht von Fotograf Alexander Motzek. Weil Liebe wirklich durch den Hafen geht. Cocktails, Kerle und Kolumnen gibt’s hier weiterhin zu erleben, übersetzt in Heartbeats aus dem Herzen Hamburgs, wo mein Herz schlägt: von Harburg bis Hamm, für den HSV und die herrlichen Hanseaten. Besonders für den einen – oder anderen… Das ist Bradsticks 3.0!

Herz drum. Fertig,

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Bradsticks Credits:

Programmierung: Thorsten Opper
Layout: Paul Dahlhoff
Header-Foto: Alexander Motzek
Portrait: Gift Amlumyong

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