sleepy head

Begehren, was andere begehren

Veröffentlicht: Sonntag, 22. Juni 2014

Wisst ihr, warum ich zu den Leuten zähle, die total gern stundenlang telefonieren? Weil man beim Telefonieren so schön philosophieren kann. Und manchmal findet man beim Telefonieren sogar Lösungen. Besonders wenn Freunde am anderen Ende sind, die ein ähnlich gelagertes Leid haben und deshalb am Ende sind: den Mann, der sich nicht entscheiden kann, zum Beispiel.

Wir gingen geradewegs auf die volle Stunde zu, als ich dieses Telefonat bereits vollends zufrieden hätte beenden können. Denn wir hatten endlich die Lösung gefunden. Für das Leid, das uns verbindet, seit wir uns kennen – und seither immer wieder zu langen Telefonat führt.

Sie war eine altbekannte Wahrheit: „Wir begehren immer mehr, was die anderen begehren!“ Zum Beispiel den Mann, der sich nicht entscheiden kann.

Das war die Win-Win-Lösung: Wir begehren uns jetzt gegenseitig. Damit sein Mann, der sich nicht entscheiden kann, und mein Mann, der sich nicht entscheiden kann, uns mehr begehren. Vor allem, weil unser Begehren unter erschwerenden Bedingungen stattfindet.

Wir leben nämlich in verschiedenen Städten, was das Begehren bekanntlich größer macht.

Das würde im Umkehrschluss bedeuten: Wenn wir uns also über eine weite Strecke begehren, dann müsste der Effekt auf die Männer, die sich nicht entscheiden können, ja gewaltig sein. So gewaltig wie der Unterschied zwischen Hamburg und Bremen eben ist.

 

Er fing an:

adore1

Ich antwortete:

adorer2

Jetzt warten wir auf den durchschlagenden Effekt. Weil irgendwas im Leben ja mal den allgemein anerkannten Gesetzmäßigkeiten entsprechen muss. Und wenn nur dem:

Dass Liebe, die aus Trümmern auferstand, reicher als einst an Größe ist und Kraft.” (William Shakespeare)

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If I could melt your heart,

kurz-unterschrift2

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