beeil dich

Beeil dich

Veröffentlicht: Dienstag, 23. September 2014

Der Herbst geht unter die Haut. Jedes Jahr wieder. Wenn wir zum ersten Mal fröstelnd aufwachen, die Augen aufmachen und uns wünschen, wir wären nicht allein im Bett. Denn wäre es nicht nett, zwischen Mitte September und Mitte März ein sechsmonatiges Kuschel-Abo zu haben? Von abends auf dem Sofa bis morgens in der Seitenlage? Kuscheln gegen die Herbstmelancholie und die romantische Fantasie von einem Vierjahreszeiten-Lover?

Nun ist das Kuscheln von allen Körperlichkeiten am kompliziertesten zu bekommen. Ich kam nicht umhin mich zu fragen: Warum wollen alle korpulieren, wenn sie längst kuscheln könnten?

Ich zumindest bin nie anfälliger für Kuschel-Fantasien als im Herbst. So wie gestern, als ich seit Wochen wieder wirklich an ihn dachte, mein Handy anmachte und einen Kuschel-Call absetzte. Er sagte, er könne am Samstag. Ich sagte einfach: Ja!

Weil der ideale Kuschelpartner schwerer zu finden ist als jemand, der das komplette Kamasutra kann. Weil ich ihn kolossal vermisse. Weil ich ihm unbedingt wieder nah sein muss. Obwohl er sowieso immer zu weit von mir weg ist. Selbst wenn wir nebeneinander liegen. Nur wenn ich in seinen Armen liege, ist es fast nah genug. Ich weiß, das klingt traumatisch. Aber so ist es: Ich brauche ich, ich will ihn, ich liebe ihn so.

Das wurde mir gestern wieder klar – als ich begann, Stunden zu zählen. Auch, dass ich das alles schon einmal gehört hatte. In einem der schönsten Kuschellieder der 80er:

Rush, rush,

kurz-unterschrift11

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