Popo-Parade von Fotograf Jürgen Cramer

ESC: Aserbaidschan hat den ARSCH DER WELT nicht gepachtet. Doch wer hat den schönsten?

Veröffentlicht: Sonntag, 15. Mai 2011

Gestern hat Europa seinen Arsch neu definiert. Quasi demokratisch per Zuschauer-Voting. In jenem Moment in dem klar war, welche Nation den ESC gewonnen hat. Am Arsch der Welt heißt dort bestimmt noch TED. Aber der Sieger heißt nicht Griechenland, sondern Aserbaidschan mit “Ell & Nikki”. Genauer gesagt Baku – die Hauptstadt. Dort wird der Eurovision Song Contest 2012 stattfinden! I’m running scared! Ein Brad, der fast am geographischen Mittelpunkt der EU lebt, mag da fast abfällig die Augen rollen. Aber nur fast, denn wie ich heute wieder feststellen musste, hat auch Deutschland viele Ärsche parat. Und nun die Frage: Wer hat den schönsten? (Foto: Jürgen Cramer)

Frankfurt: Danke für die Gemütlichkeit… Idioten!

Frankfurt liegt etwa 30 Kilometer vom geographischen Mittelpunkt der EU, nämlich Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis, entfernt. Das heißt allerdings nicht, dass die Mitarbeiter am Fahrkartenschalter der Deutschen Bahn dort überdurchschnittlich schnell arbeiten.
Wären sie allerdings schneller gewesen, hätte ich mitbekommen, dass der ICE 724 nach Köln sein Gleis last minute mit dem ICE 73 nach Zürich tauschen musste. Die Reise geht also erst einmal nicht Richtung Westen, sondern Richtung Süden. Am Arsch, Alter!

Die Junggesellenabschiedsgesellschaft in meinem Abteil ist im richtigen Zug, ich im falschen. Und mal wieder im falschen Film. Es recht nach Schweiß und Alkohol. Unentwegt wird in Daniela Katzenbergers Akzent geplappert. Horror!

Die Jungs wollen zurück nach Ludwigshafen, an den Arsch der Welt. Dort trägt man angeblich noch Buffalos. Übrigens: Meine türkische Freundin Sibel sagte mir gestern auf Patricks ESC-Party:

„Wenn die Aserbaidschaner reden, dann klingt das für uns Türken total bäuerlich. Wir lachen uns tot!“

Der Blick schweift zu den Sprachvertretern aus Ludwigshafen. Wie böse!

Mannheim: Himmel, hilf!

In Mannheim kann ich den falschen Zug endlich verlassen und in den IC 2004 nach Emden steigen – über Wanne-Eickel – am Arsch der Welt. Glücklicherweise werde ich vorher aussteigen. Die Zugstrecke zum Arsch der Welt ist so aufregend wie der Zielort: Null!

Ich wünsche mit die prolligen Jungs von der Junggesellenaschabschiedsgesellschaft zurück. Mit ihren tollen Einheitsshirts. Auf denen stand „Pantoffelhelden!“ Sicher: Ludwigshafen ist kaum ein geeignetes Forum, um sich als James Dean zu profilieren. Oder als Bruce Willis. Ich sterbe langsam vor mich hin.

Gestern schrieb ein Flugbegleiter der Lufthansa auf seine Facebook-Pinnwand folgenden Satz:

„Danke Europa! Ihr habt dafür gesorgt, dass unsere Flüge zum Arsch der Welt 2012 ausgebucht sein werden!“

Cheers! Der IC 2004 nach Emden über Wanne-Eickel ist auch ausgebucht und nervig voll.

Was soll ich sagen?!

Worms: Historischer Zickenalarm

Der erste Halt des IC 2004 ist Worms am Arsch der Welt. Immerhin: Hier fand Deutschlands erster richtiger Zickenkrieg auf einem quasi-Catwalk statt. Bei den Nibelungen ist es nachzulesen: Die sagenhaften royalen “It-Girls” Kriemhild und Brunhild stritten sich auf den Stufen des Wormser Doms um den Vortritt. Da lässt „Germany’s next Topmodel“ grüßen. I love it!

Mainz – Koblenz – Andernach – Remagen

Beim nächsten Halt in Mainz passiert das, was in Mainz immer passiert: Nichts! Ich fahre durchs schöne Rheinhessen. Doch im IC gibt es keinen der hier angebauten Weine, sondern nur dünnen Filterkaffee zu großstädtischen Preisen. Luxus ist eben relativ. Wenn man in den falschen Zug seigt sowieso! Koblenz, Andernach, Rehmagen – Bonn. Endlich!

Bonn: Idylle

Vor dem Bonner Schloss turnt eine studentische Gymnastikgruppe mit Seilen und Bällen um Kreis herum. Strange! Ein verlassener Eiswagen steht rum. Neben mir unterhalten sich zwei Omis über Hämoriden. Am Arsch!

Bonn war mal Hauptstadt – vor Berlin, dass irgendwo im Osten am Arsch der Welt liegt. Was werden die internationalen Gäste aus Paris, London, Washington oder Moskau darüber gedacht haben?

Richtig: „Ich bin am Arsch der Welt!“

Das ändert sich auch nicht an meinem Ziel, einem abgelegenen Vorort. Doch endlich kann ich die Beine hochlegen. Action brauche ich heute nicht mehr.

Und am Arsch der Welt kann’s echt schön sein – solange man W-Lan hat! Und Kaffee. Und Zigaretten. Und ich freue mich schon auf den Rest der Crew.

Grüße nach Baku

Hallo, Baku! Ich freue mich auf den ESC 2012. Zeigt uns mal, wie schön Dein Arsch ist. Denn auch andere Länder haben hübsche Hintern. Übrigens haben auch anderer Mütter Söhne hübsche Hintern. Zum Beispiel ich!

Let’s fetz, Aserbaidschan… Congratulations!

 Check also: ESC-Special, Aserbaidschan – was ist das?

Kommentare

  1. Gepostet von Adrian am Montag, 16. Mai 2011

    Hey Brad!
    Ein herrlicher Artikel der mir aus der Seele spricht! Ich musste zugegebenermaßen selbst nachsehen wo Aserbaidjan liegt: am Arsch der Welt! Aber eben nicht an DEM Arsch der Welt, nur an EINEM Arsch der Welt. Die Welt hat eben mehr Ärsche als Busen der Natur :-)

  2. Gepostet von Brad am Montag, 16. Mai 2011

    Ich haette es nicht besser sagen koennen!

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