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An Max aus Hamburg

Veröffentlicht: Dienstag, 8. Dezember 2015

Es kostete mich zwei Drinks zu deiner Playlist und fünf Minuten Zeit, um mich durch alte Sextapes zu klicken. Dann erinnerte ich mich wieder daran, wie du dich anfühlst – und wie es sich anfühlt, dich zu vermissen. Beides brauchte ich, um ein Kapitel fertig zu schreiben. Diesmal nicht in meinem Leben, sondern auf einem Word-Dokument.

Hiermit dokumentiere ich mein schlechtes Gewissen dafür, dass ich es wieder getan habe: das Ding zwischen dir und mir zu benutzen. Weil ich weiß, dass meine Worte nie sicherere treffen als in Momenten, in denen ich sie an dir festmache. Denn am Ende verbindet uns vor allem, dass wir eiskalt sein können, um zu kriegen, was wir wollen.

Vor ein paar Wochen, wollte ich noch in die Buchhandlung am Jungfernstieg rennen, um die Widmungen in dem Buch durchzustreichen, das ich über dich geschrieben habe, für dich und mit deinem Rat. Das Buch, das dir gewidmet ist. Weil es gute PR gewesen wäre, dieses „Max aus Hamburg“, wie da nüchtern steht, vor Publikum auszulöschen.

Diese drei Worte, hinter denen so viel steht. So viel mehr als ich in Interviews verrate, in denen ich immer nur darauf rumreite, wie sehr ich dich liebte. Blabla, du weißt schon. PR.

Und dann war da diese EINE Widmung, die schwerer zu formulieren war, als alle anderen … #lovewww.FrauSteinbeck.de

Posted by BradSticks – Lifestyle-BLOG on Sonntag, 26. April 2015

 

Im Grunde wissen wir aber beide, wie es wirklich war. Du hast mich in dieser Zeit, in der es wichtig war, nach vorn gepusht. Wegen dir habe ich blendend ausgesehen, wenn es mir scheiße ging; habe die Nächte durchgearbeitet, obwohl ich erschöpft war; habe das Unmöglich möglich gemacht, damit wir uns trotz Stress sehen können. Um dir zu beweisen, dass mich nichts umhauen kann, aber eben auch, weil dieses Prinzip auf Gegenseitigkeit beruhte.

Wenn ich heute an die zweieinhalb Jahre mit dir zurückdenke, bin ich noch immer beeindruckt, wie jedes Date, das wir hatten, ein Traumdate war – ganz nüchtern gesagt. Weil es immer unser Anspruch war, dass die wenige Zeit, die wir haben, bis zum Maximum genutzt werden muss. Und wenn wir morgens hundemüde und verspätet mit der U2 zum Hauptbahnhof fuhren, wussten wir immer warum, oder besser für was. Denn in unserem Rahmen waren wir immer extrem verbindlich und verlässlich, dafür wenig reumütig.

Ich habe es immer „Nicht-Beziehung“ genannt. Lass uns einfach sagen, wir waren ein gutes Team, mit einer unfehlbar guten Taktik: Empathie. Dem Bewusstsein dafür, was der andere braucht – und dem Willen, ihm genau das von den Augen abzulesen und zu erfüllen. Wir haben uns die Bälle extrem gut zugespielt und waren damit echt erfolgreich.

Im Nachhinein ist das die Erklärung, warum wir uns in allem immer nur steigerten, statt uns miteinander zu langweilen. Das Ding musste also auf einem Höhepunkt enden. Weil es nie einen Tiefpunkt hatte.

Manchmal wiegt ein einziges Lob mehr als alle Likes der Welt #theonethatIwant

Posted by BradSticks – Lifestyle-BLOG on Donnerstag, 4. Dezember 2014

 

Meine Freunde werden das nicht gern lesen. Weil sie meinen, dass ich für all das einen extrem hohen Preis gezahlt hätte. Habe ich aber nur augenscheinlich. Denn wenn das Ergebnis ist, dass ich zweieinhalb Jahre später wieder genauso gerade da stehe, wie am Tag, an dem wir uns kennen lernten, dann ist das unbezahlbar.

Du glaubst gar nicht, wie viel Geld ich in dieser Zeit an den Gefühlslagen verdient habe, die du in mir wecken konntest. An Zeitungskolumnen, Zeitschriftentexten, auf diesem Blog und mit meinem ersten Buch.

Gerade bin ich wieder dabei, diese extremen Gefühlslagen, diese atemberaubenden Geschichten und Orgasmen, die wir teilten, in einen Text zu pressen. Einen, von dem alle, die ihn ganz gelesen haben, behaupten, dass er den Nerv so vieler Menschen treffe. Weil er so echt sei. Und ich glaub’ daran, dass es besser ist, wenn ich es fühlen kann, für diesen einen Augenblick, weil es echt ist…

Echt mal, wir waren ein tolles Team, nicht nur auf Fotos. Vor allem beim Kombinieren der großen Errungenschaften von Geistes- und Naturwissenschaft, von norddeutschem Stolz und südländischem Temperament, von Playstation-Spielen und defekten Waschmaschinen.

Für einen kurzen, großartigen Moment konnte ich mich gerade wieder in all das hineinfühlen. Lang genug, um dieses Kapitel fertig zu schreiben, das dich fast wieder zur Hauptfigur macht. Widererwarten. Und dann noch nicht zufällig. Weil du immer eine warst, seit der ersten Nacht, die wir miteinander verbrachten.

„Bros before hoes“ sagten wir immer. Damals hätte ich nicht gedacht, wie viel wirklich hinter diesen drei Worten steckt. Wie hinter so vielen Drei-Wort-Sätzen oder in Kapitel 3.

Manchmal merkst du erst beim Schreiben, wie wichtig dir die Dinge sind, oder waren. Manchmal ist das ein scheiß Gefühl – meistens aber das Blut auf weißen Papierfasern. Das, was es so echt macht.

Ich muss dir glaube ich danken. Für das Pushen, das Inspirieren – und die unvergesslichen Geschichten, die nur passieren, wenn du als Team perfekt funktionierst; die monetarisieren und trotzdem unbezahlbar bleiben, die jeden hohen Einsatz wert waren. Nicht für die Kunst, sondern für den Absatz. Den Massenkonsum von Texten. Du weißt ja, ich kann eiskalt sein, wenn ich auf etwas hinarbeite. Und ich weiß, dass das niemand so gut versteht wie du.

Vielen Dank meinen Ex-Kollegen vom Hanauer Anzeiger für dieses epische Interview über “Frau Steinbeck”, das ich euch…

Posted by BradSticks – Lifestyle-BLOG on Freitag, 6. November 2015

 

Weißt du, solche Liebeserklärungen bekommen nur Menschen, die sie verdient haben. Egal, was die anderen darüber denken. Bros before hoes. Vergiss das nie,

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