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Alle für einen | Alles für einen (Traum)

Veröffentlicht: Samstag, 22. November 2014

Ich glaube, dass wir alles schaffen können. Jeder von uns. Aber selten aus eigener Kraft, beziehungsweise nicht allein. Denn zwischen Sein und Nicht-Sein liegt im Regelfall die Macht der Vielen. Soweit die Erkenntnis der letzten Monate: Ja, ich glaube wirklich, dass wir alles schaffen können. Wenn wir den Support haben, den es braucht, um durchzustarten. Auf viele Arten aber immer mit langem Atem, den wir besonders dann finden, wenn uns jemand anschiebt – nach vorn.

 

Vor gar nicht all zu langer Zeit, war ich davon überzeugt, dass überhaupt nichts mehr geht. Was irgendwie von Resignation zeugt. Doch wer hat schon die Kraft, sich aus allen Löchern allein zu ziehen, speziell aus den letzten? Und wie glücklich ist der, der hoch gezogen wird, raus geholt und nach vorn geschoben? Von Menschen, die manchmal auch andere Träume haben in ihrem Leben, aber deinen Traum verstehen, weil sie etwas in dir sehen; weil sie ihn dir zutrauen.

Ich vertraute auf die Macht der Vielen und plötzlich ging wieder alles. Nicht von heute auf morgen. Aber jeden Morgen ein bisschen mehr. Plötzlich war das Meer wieder weit und der Himmel nicht mehr begrenzt, sondern nur der Beginn eines neues Horizonts. Aus Frustration wurde die Motivation, nach vorne zu gehen, statt dumm herumzustehen und abzuwarten. Denn nur die Harten kommen in den Garten. Nicht die,die hartnäckig warten, dass das Gute vom Himmel fällt.

Träume sind keine Versprechen in Raten. Ganz im Gegenteil. Wer sich nicht zu ihnen durchkämpft, hat sie schon fast verraten – und verloren. Im Grunde sind Träume nur Spielarten unseres Kopfes, um uns zu zeigen, was geht. Konkret: Was wir schaffen können, wenn wir wollen und einsehen, dass sie zwar himmlischer Natur sein können, aber eben nie vom Himmel fallen. Das liegt in der Natur der Sache: Was nur in unserem Kopf ist, wird erst fassbar, wenn wir anpacken.

 

So fassen wir uns ein Herz und suchen unter all denen immer jene, die unsere Träume verstehen, die etwas in uns sehen, das ein Teil ihrer Träume ist. Ist das nicht immer so, ob nun Ehen oder Verträge geschlossen werden? Die Macht der Vielen, und wenn es nur zwei sind, gewinnt ihre Schlagkraft immer aus dem Zusammenspiel von Kräften in die selbe Richtung. Das ist einfachste Physik vielleicht, psychologisch aber von schwerwiegender Bedeutung.

Wer der Meinung ist, alles allein zu schaffen, oder geschafft zu haben, ist vermessen. Denn er hat vergessen, dass es immer jemanden gab, der ihn nach vorn gebracht hat. Weil er alles in dir gesehen hat – oder nichts, was ein ebenso großer Motor sein kann. Doch zumeist sind es Unterstützer, nicht Neider, die den Weg nachhaltig ebnen. Auf der langen Straße nach oben – zu unseren Träumen.

 

Zuletzt hat man mir oft auf die Schulter geklopft und Sachen gesagt wie „Toll, dass du das geschafft hast“, oder „Dir kommt ja gerade alles zugeflogen.“ Und immer habe ich den Kopf geschüttelt, denn das wäre gelogen. Ich hatte immer jemanden, der mir Auftrieb gegeben hat, wenn ich down war. Alle wirklich wichtigen Entscheidungen des letzten Jahres habe ich weder allein gefällt, noch gefeiert. Ich bin vielleicht mal böse auf die Fresse geflogen, aber zugeflogen kam mir gar nichts. Das, was jetzt ist, war vor allem der Antrieb, sich abends auf den Arsch zu setzen und Texte zu schreiben. Zum Beispiel über Menschen, die mir immer wieder Anschubhilfe geben.

Im Leben ist niemand ein Solist und jeder Player Teil eines Ensembles. Umso komischer eigentlich, dass wir immer meinen, alles für einen Einzelnen zu tun. Vorrangig für den, den wir lieben. Weil wir aus unterschiedlichsten Motiven alles für diese Person schaffen wollen; weil sie im Grunde das vorderste Ziel ist, zu dem wir streben im Leben; weil wir immer das Bedürfnis haben, dem einen alles zu Füßen zu legen, was wir mit der Kraft der Vielen geschafft haben. Gerade wenn das, was ist, uns stresst, wenn wir kurz die Augen schließen und von ihm träumen.

 

Aus diesem Grund kommt vieles in meinem Leben immer wieder auf einen Punkt zurück: Das Beste, was geht, ist er. Und so ist jeder Tag gerade wirklich wie ein Traum. Keiner, dem ich mit geschlossenen Augen begegne. Eher einer, der motiviert, weiter nach vorn zu sehen. Weil es so viele Dinge gibt, die wir alle erreichen können. In unserer kleinen Welt. Und trotzdem wünsche ich manchmal, ich würde nie aufwachen. Denn diese Welt ist geil und jeder Tag zur Zeit macht Spaß, yeah.

Danke für eure Art, mich zu begeistern,

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