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Aktion Libero: 60 Sportblogs gegen Homophobie im Fußball

Veröffentlicht: Donnerstag, 17. November 2011

Heute will ich euch ausnahmsweise nicht damit nerven, wie toll ich Lukas Podolski und Marko Arnautovic finde. Vielleicht… Denn es gibt Wichtigeres zu besprechen. Während auf Tausenden Einträgen im Web weiter wild gerätselt wird, welche Protagonisten des bundesdeutschen Fußballzirkus schwul sein könnten, sind 60 deutsche Sportblogs bereits zu den essentielleren Themen übergegangen und haben im Rahmen der „Aktion Libero“ gestern parallel Stellungnahmen zur Homophobie im Fußball veröffentlicht, wie ich bei Horston las.

Während sich die Aktion „Kein Bambi für Bushido“ nach der Preisvergabe so richtig warm zu laufen scheint, ist „Aktion Libero“ bisher wenig bemerkt. „In den meisten Bereichen der Gesellschaft bedeutet Homosexualität keinen Nachteil für Karriere und Position. Ausgerechnet in der beliebtesten Sportart ist das anders: Der Fußball bleibt spießig“, heißt es in einem Statement der Initiatoren, die prominente Unterstützer wie Claudia Roth, Maria Furtwängler und DFB-Präsident Theo Zwanziger gewinnen konnten:

Ich verstehe Fußball als ein Spiel für alle Menschen, unabhängig von ihren Besonderheiten wie Geschlecht, Religion, Hautfarbe, Alter, Körpergröße, Muttersprache oder eben der sexuellen Orientierung. Fußball diskriminiert nicht. Fußball wählt nicht aus. Ganz im Gegenteil, dieses Spiel bietet die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Menschen mit ihren unterschiedlichsten Lebensentwürfen und -erfahrungen zusammenzubringen. Der DFB tut alles, um diese Vielfalt, die dem Spiel und seinen Menschen innewohnt, zu erhalten. Es muss in einer liberalen Gesellschaft doch möglich sein, dass Lesben und Schwule geoutet ihrem Lieblingssport nachgehen können. Der »Aktion Libero« wünsche ich deswegen viel Erfolg. (Theo Zwanziger)

Druck aus dem beruflichen Umfeld

Einen Gedanken ist die Aktion auf jeden Fall wert. Denn bevor wir darüber rätseln, wer Anlass zum Outing hätte, sollten wir doch lieber überlegen „wie stark die alltägliche Angst für Menschen sein muss, die ihre Homosexualität tatsächlich in einem solchen Umfeld verbergen“, wie in einer Pressemitteilung der Blogs zu lesen ist. Ein befreundeter Jobjourmalist hat mal versucht, das Thema aufzuarbeiten. Scheiterte aber kläglich. Ich werde ihn später mal interviewen.

Werdet Multiplikatoren

Da ich ja unbedingt einen Fußballer heiraten möchte: Unterstützt die Aktion und tragt euren Teil, dazu bei, dass der grüne Rasen ein toleranterer wird. Schließlich sind Kicker wie David Beckham oder eben auch Lukas Podolski wahre Schwulenikonen. Und wer weiß, welcher heiße Kicker sich dann endlich outen würde. Aktionsbuttons und Presseunterlagen bekommt ihr auf der Aktions-Homepage. Ich will auch gar nicht wissen, wie viel Geld Armani verdient hat, weil Tausende Schwule wenigstens die von Cristiano Ronaldo beworbene Wäsche im Schrank haben wollten, wenn schon nicht ihn im Bett. Schwule und Fußball gehen gut zusammen!

-> HIER geht’s direkt zur Homepage von „Aktion Libero

-> HIER ein Bericht aus der ZEIT

Get your kicks,

Und an alle, die den sexy Fuballerinnen-Artikel gelesen haben, again: Das war eine Satire. Lacht doch mal wieder!

Kommentare

  1. Gepostet von Coquette am Freitag, 18. November 2011

    Lukas Podolski? Mit Deinem extravaganten Modestil stellst Du doch locker Victoria ‘Posh Spice’ in den Schatten und hast MINDESTENS David Beckham verdient ;-)

  2. Gepostet von Brad am Samstag, 19. November 2011

    Und Cheryl Cole gleich dazu!

  3. Gepostet von Tim am Samstag, 19. November 2011

    Damn, you’re hot Brad!!!!

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