Paris

Heiße Hausbesuche: Den Doktor daten

Veröffentlicht: Freitag, 17. Mai 2013

Denn so ist Hamburg aus der Sicht der Hessen: Mangelware Rindswurst, dafür massig Weißkohl direkt aus der Region. Wenig Sonne, dafür viel Blumenkohl direkt aus der Region. Blau- und Rosenkohl aus der Region statt roter Rosen aus Rödelheim. Grünkohl mit Pinkel satt, statt satt Pinke für einen Kontoauszug im grünen Bereich.

Immerhin: wiederholt würziger Wirsing mit dem netten Nachbarn statt allzeit allein zu schlafen und zu frieren. Schließlich ist Kohl in Norddeutschland billig. Speziell Spitzkohl. Im Gegensatz zu den Heizkosten.

Ihr seht, mein Leben unter Fischköpfen ist, agrarwirtschaftlich betrachtet, ein Leben unter Kohlköpfen und ökologisch nachhaltig… Und so kam ich, um das Feld von hinten aufzurollen und ignorierte einfach mal, dass Kohlgemüse nachhaltig bläht. Was vordergründig erklärt, warum die Hamburger Makler so aufgeblasen daher kommen. Abgeblasen sind vorerst alle Heimatbesuche. Denn wer das herrliche Hessen Hals über Kopf verlässt, kommt nur mit dem Ring eines Hanseaten zurück. Oder bis auf die Knochen blamiert.

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Und genau hier liegt das Problem: Ich habe es versucht. Ich habe sie alle gedatet und noch immer keinen Ring. Alle! Models und Journalisten. Nicht zu vergessen: modelnde Journalisten. Hippe PR-Ladys und hoppe Künstler. Menschen aus Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, MeckPomm und anderen Spezies, die man in der herrlichen Hansemetropole erwartet. Nur keine Matrosen. Und dann – den einen!

Und irgendwie treffe ich alle anderen laufend wieder. Immer wenn ich nicht weglaufen kann und meine Haare hässlich aussehen. An Ampeln, in Supermarktkassenschlagen und im U-Bahn-Abteil. Nur nie den einen.

So I faced the facts: In Städten < 100 Tsd. Einwohner hoffen wir stets, bestimmten Menschen nie wieder zu begegnen. In Städten > 1 Mio. Einwohner hoffen wir stets, bestimmten Menschen endlich wieder zu begegnen. Tragisch: Es passiert immer GENAU das Gegenteil! Wir wollen uns umbringen – und dann fährt rechtzeitig ein Rettungswagen vorbei.

Das Herz hat bereits entschieden, was die Augen auf den Straßen suchen. Zur akuten Lebensrettung. Kaum verwunderlich also, dass ich jedes Mal einen Herzinfarkt bekomme, wenn ein Rettungswagen vorbeifährt. Hamburger Halbgötter in Weiß sind eben immer noch datebarer als die anderen kranken Schwestern. In Pink. Ich kam nicht umhin mich zu fragen: Warum werfe ich mich nicht einfach vor den Rettungswagen? Dann muss der ja halten! Wofür haben wir die Praxisgebühren abgeschafft?

Andererseits wäre diese Maßnahme selbst für mich ein wenig zu abgefahren. Außerdem: Mit abgefahren Fingern könnte ich mir den Ring vom Arzt höchstens noch an den Hut stecken, sollte ich nicht ganz verrecken. Und das möchte ich nicht. Nicht ohne Ring! Also bestelle ich mir den einen sinnvollerweise für Hausbesuche. So wie den Elektriker. Oder Autobahnpolizisten, Astronauten und Achterbahningenieure. Nur eben auf Rezept von meinen genervten Freunden. Per SMS: „Emergency!“

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Dass Dumme an erotischen Ärzten, die auf heiße Hausbesuche vorbeikommen, ist nun, dass sie das allgemeine Fieber nicht senken, sondern steigern, sobald sie Hand anlegen. Deshalb heute ein Gesundheitstipp gegen Sommergrippe: Esst mehr Kohlgemüse! Das stärkt die Abwehrkräfte. Und die brauchen wir, wenn der Doktor wieder Herzrasen verursacht.

Denn wenn es zuhause passiert, wer würde euch schreien hören? Außer den Nachbarn. Und die sind längst abgehärtet.

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Feel the fever & stay fashionable,

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Kommentare

  1. Gepostet von LEni am Dienstag, 21. Mai 2013

    so süüüüüüüüß

  2. Gepostet von Ralph am Dienstag, 21. Mai 2013

    das mit den rindswürsten kann ich voll und ganz nachvollziehen. aber hast du nicht den äppler vergessen, kollege?

  3. Gepostet von Brad am Dienstag, 21. Mai 2013

    Das stimmt wohl. Wobei ich auch Probleme hatte, gescheite Maultaschen zu finden.

  4. Gepostet von Seb am Dienstag, 21. Mai 2013

    Ich sehe Ärzte in Darmstadt und London gerade bitterlich weinen. Und einen Apothekerssohn :)

  5. Gepostet von Brad am Dienstag, 21. Mai 2013

    Ach was, der eine hat heute Geburtstag und hat sich ganz happy angehört am Telefon. Grüße nach Frankfurt

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